„Mensch 2017": Harald Stute ist in Bad Bevensen Motor der Aktion Notfallbänke

Kümmerer für die Sicherheit

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Harald Stute hat in Bad Bevensen für den Sozialverband die Aktion SoVD-Notfallbänke angeschoben und Sitzgelegenheiten mit den rot-weißen Schildern ausgestattet.

Bad Bevensen. Harald Stutes ehrenamtliches Engagement kann Leben retten. Wer sich in Bad Bevensen auf eine öffentliche Parkbank setzt, wird an 35 von ihnen ein rot-weißes Schild finden.

Dann hat der Kurgast oder Spaziergänger auf einer sogenannten Notfallbank Platz genommen. Dass es die in der Kurstadt gibt, ist Harald Stute und dem SoVD zu verdanken. „Wichtig war für mich, dass die Bänke, die der Stadt, Hotels oder Pensionen gehören, eine gute Erreichbarkeit für Rettungskräfte haben. “, so Harald Stute.

Auf dem Schild steht die Notfallnummer der Feuerwehr (112) sowie eine siebenstellige Bank-Kennzahl, deren GPS-Daten bei der Rettungsleitzentrale in Uelzen hinterlegt sind. Somit können die Retter den Anrufer schnell lokalisieren.

Viel Freizeit hat Harald Stute investiert. Mit seinem Akkuschrauber war er mit einem Bollerwagen in den Farben des SoVD unterwegs und schraubte die Schilder an. Das gab Resonanz: „Einige Leute, die nicht aus Bad Bevensen stamen, haben mir gesagt, dass sie im Notfall gar nicht beschreiben könnten, wo sie sind“, sagt der 49-Jährige.

Seinem Einsatz ist es auch zu verdanken, dass es durch die Bewerbung bei der Aktion „Metronom tut Gutes“ einen finanziellen Zuschuss gab. Ansonsten hätte der Bevenser SoVD das Projekt finanziell allein stemmen müssen. Auch Flyer hat Stute gestaltet und verteilt. Sie informieren über die Aktion „Notfallbänke“.

Deshalb gehört Harald Stute zu den Nominierten bei „Mensch 2017“. Die AZ und die Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg zeichnen zusammen mit dem Volkswagenzentrum Uelzen als Partner wieder Ehrenamtliche aus. Bis einschließlich Montag, 22. Januar, können die AZ-Leser ihre Stimme für ihren persönlichen Menschen 2017 abgeben – nur mit Original-Coupons aus der AZ. E-Paper-Kunden können aber auch mit einem Ausdruck des Coupons teilnehmen, wenn sie darauf ihre Kunden-Nummer eintragen.

Harald Stute war zunächst passives Mitglied im SoVD. „Meine im März 2015 verstorbene Ehefrau Katja, die Uelzener Kreisvorsitzende und Landesfrauensprecherin des Verbandes war, hatte mich immer ermutigt, hier an der Basis aktiv zu werden.“. Der gelernte Maler ist zum Beisitzer im Ortsvorstand gewählt worden. In der Strategiegruppe des Kreisverbandes sei das Projekt mit den Notfallbänken aufgekommen. „Da hab’ ich gesagt, ich mach das in Bad Bevensen.“ Wenn Harald Stute mal nicht für den SoVD unterwegs ist, kümmert er sich um Haus und Garten. „Da ist immer was zu tun.“

Ihm ist es wichtig, dass der SoVD in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Der SoVD fördere aber nicht nur Gemeinschaft, sondern berate vor allem die Mitglieder in sozialen Fragen. Was fehlen, seien engagierte Mitstreiter aus Reihen der 1200 Mitglieder im Ortsverein Bad Bevensen. Und zwar jüngere – eher aus mittleren Altersschichten. Und mit Visionen, sagt Stute.

Auch würde er sich über Unterstützung bei seinem Notfallbank-Projekt freuen, etwa was Kontrollen angeht. „Ohne Ehrenamt geht es heute nicht mehr. Man kann nicht immer nur nehmen, sondern sollte auch mal lernen, zu geben“, sagt Stute.

Von Ute Bautsch-Ludolfs

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