Kooperationen und Rabatte in Bad Bevensen

Kulturschaffende sorgen sich über künftige Mietpreise im Kurhaus

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Der große Saal im neuen Kurhaus ist im Werden – 1200 Euro werden Veranstalter dort künftig an Saalmiete zu zahlen haben.

Bad Bevensen. Das Kurhaus ist noch nicht mal fertig gestellt, geschweige denn eröffnet worden, da macht sich unter den Kulturschaffenden in Bad Bevensen schon die erste Sorge breit:

Viele fragen sich, ob sie sich in dem Neubau künftig noch die Ausrichtung von Veranstaltungen werden leisten können. Zuletzt hatten, wie berichtet, die Mitglieder des Bevenser Kulturvereins darüber diskutiert.

Hans-Peter Hellmanzik, Vorsitzender des Kulturvereins, teile diese Sorgen, erklärt er auf Nachfrage der AZ. Aber: „Ich bin der Auffassung, dass es Kultur nicht zum Nulltarif geben kann.“ Zugleich sehe sich der Kulturverein Bad Bevensen mit seiner über 60-jährigen gewachsenen Tradition auch bei den Bürgern und Gästen, die die Veranstaltungen besuchten, in der Pflicht, so Hellmanzik. „Allen Sorgen zum Trotz streben wir an, auch in Zukunft attraktive Theateraufführungen und Konzerte, ergänzt um neue Angebote, wie der Einrichtung eines Kulturcafés, zu bezahlbaren Eintrittspreisen vorzuhalten“, sagt er.

Der Kulturverein bemühe sich derzeit „sehr intensiv“, so Hellmanzik, in Zusammenarbeit mit Bad Bevensen Marketing GmbH (BBM) eine Vielfalt von Angeboten zu erstellen, die den unterschiedlichen Interessen Rechnung tragen. Wie berichtet, sind Gespräche dazu bereits im Gange.

Unterdessen erläutert BBM-Geschäftsführer Björn Eichner auf AZ-Anfrage, wie die Kalkulation der Mietpreise für die künftigen Kurhaus-Räume zustande gekommen ist: „Der Kalkulation zu Grunde liegen die Fixkosten für das neue Kurhaus für die BBM“, so Eichner, also Pacht und Nebenkosten. Diese Summe habe man durch 365 Tage geteilt und mit „einer realistisch gerechneten Anzahl von möglichen Vermietungstagen je Raum unter der Berücksichtigung von Auf- und Abbautagen sowie Amortisation der Einrichtung und Technik“ multipliziert, rechnet der BBM-Chef vor. Außerdem habe man eine Ist-Analyse vergleichbarer Veranstaltungsräume im Umkreis von etwa 100 Kilometern vorgenommen.

Eines betont Björn Eichner ganz deutlich: „Gemeinnützige Vereine aus der Samtgemeinde und auch hier ansässige Privatpersonen, die gemeinnützige Veranstaltungen ausrichten, erhalten einen Rabatt von 20 Prozent.“ Ebenso werde die BBM die Möglichkeit bieten, diesen Rabatt auch bei Mehrfachbuchungen ab drei Raummieten in Anspruch zu nehmen. Für ein schmaleres Budget wird auch die Musikmuschel im Kurpark zu mieten sein – allerdings nur in der warmen Jahreszeit.

Von Ines Bräutigam

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