Verbände reagieren auf Bad Bevenser Stadtratsbeschluss gegen Autobahnbau

A 39: Konsequenz gefordert

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Bad Bevensen. Mit ihrem Beschluss einer Resolution gegen die aktuelle Trassenplanung der A 39 (AZ berichtete) haben die Mitglieder des Bad Bevenser Stadtrates eine Reihe von Reaktionen ausgelöst.

„Endlich haben die Damen und Herren des Rates durch mehr oder weniger persönliche Betroffenheit erkannt, dass es so nicht weitergehen kann“, kommentiert der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39 das Votum und begrüßt ausdrücklich die aus seiner Sicht „schon lange notwendige Entscheidung“ des Bad Bevenser Stadtrates, sich gegen den Bau der A 39 auszusprechen.

„Spannend“ sei nun für den Dachverband, „wie der neue Stadtrat nach der Kommunalwahl diese Entscheidung weiter trägt und lebt“, so Dachverbandssprecherin Annette Niemann. Und sie geht noch einen Schritt weiter und schlägt vor, dass der Stadt Bad Bevensen „als politisches Zeichen an die Planung und die Bundes- und Landespolitik dem Schutz- und Klagefond gegen den Bau der A 39 beitritt“.

Dies lehnt die Bevenser Ratsmehrheit aber bislang ab, eine diesbezügliche Entscheidung stand während der vergangenen Ratssitzung auch nicht zur Debatte. Auch der Verkehrsclub Deutschland (VcD) befürwortet die klare Positionierung der Kurstädter. Ihre Ablehnung der aktuellen Trasse wertet der stellvertretende Landesvorsitzende Hans-Christian Friedrichs als „ein gutes Signal für die Verkehrspolitik in Niedersachsen“.

Der VcD fordert für Bad Bevensen und das Umland eine Entlastung vom Schwerlastverkehr. Als Sofortmaßnahmen macht er sich außerdem seit Jahren für die Umsetzung und Überwachung des bestehenden Durchfahrtsverbotes für schwere Lkws auf der B 4 stark, fordert eine Ausweitung der Lkw-Maut auf das gesamte Straßennetz mit einer Erhöhung auf 45 Cent pro Kilometer und die Verlagerung der Rübentransporte – insbesondere aus Schleswig-Holstein – auf die Schiene.

Von Ines Bräutigam

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