Vor einem halben Jahr übernahm Gerhard Kreutz die BBM-Geschäftsführung – eine Zwischenbilanz

„Kommunikation ist viel besser“

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Kommunikation – intern wie extern – ist für ihn das A und O: Gerhard Kreutz ist seit einem halben Jahr Geschäftsführer der Bad Bevensen Marketing GmbH.

Bad Bevensen. Vor einem halben Jahr hatte Gerhard Kreutz von Björn Eichner die Geschäftsführung der Bad Bevensen Marketing GmbH (BBM) übernommen.

Der 49-Jährige gab seinen Aufgabenbereich als Veranstaltungsmanager ab und unterschrieb bei der Glücksburg Consulting AG, die auch Eichner als BBM-Chef gestellt hatte, einen Ein-Jahres-Vertrag. Seitdem hat sich für Kreutz so einiges getan: „Es ist natürlich viel angenehmer, Verantwortung zu übernehmen“, sagt er in einem kleinen Halbzeit-Rückblick mit der AZ, „man steht dann ganz anders für alles gerade. “.

Die Ansprüche an die BBM sind hoch. Gastronomie, Hotellerie und Wirtschaft und nicht zuletzt die Bevölkerung der Kurstadt haben diverse Erwartungen an die Marketing-Profis. Und nicht selten wird die BBM auch für das verantwortlich gemacht, das gar nicht in ihrem Einfluss- beziehungsweise Aufgabenbereich fällt. „Viele denken, wir sind diejenigen, die die Welt retten müssen“, sagt Gerhard Kreutz, „das können wir aber nicht.“ Man nehme aber alle Erwartungen ernst und werde da tätig, wo man könne. „Manche Dinge“, und auch das ist eine Erkenntnis aus dem zurückliegenden Halbjahr als BBM-Chef, „dauern aber eben auch etwas länger“, sagt Kreutz.

„Die ersten sechs Monate sind gerannt“, fasst er zusammen. „Aber man hat das Gefühl, auch etwas geschafft zu haben.“ Vor allem intern wurde die BBM weiter auf Kurs gebracht. Neubesetzungen im Veranstaltungsbereich, in der Tourist-Info und im Marketing standen an, das neue Kurhaus musste mit Leben gefüllt werden. Und vor allem auf etwas, das er ohnehin gern tut, legt Gerhard Kreutz großen Wert: reden. Und zwar miteinander. „Die Kommunikation ist viel besser geworden“, sagt er. Mit den Mitarbeitern, mit den vielen Stellen außerhalb der BBM, mit Politik und Wirtschaft.

Zwar seien im vergangenen Halbjahr 3000 Übernachtungen weniger in den Bevenser Hotels und Ferienwohnungen registriert worden. „Es haben aber auch einige Häuser geschlossen“, gibt Kreutz zu bedenken. „Und nicht jeder Gast geht dann einfach in ein anderes Hotel. Der bleibt dann einfach weg.“ Deswegen liegt ein Fokus der BBM-Arbeit darauf, Menschen in die Stadt zu holen, die sich auch längerfristig für Bad Bevensen interessieren.

Neue Pauschalen, auch und vor allem für Busreisende, die Präsenz auf Fachmessen, ein intensives Internet-Marketing und das Kurhaus als Austragungsort für Tagungen und andere Veranstaltungen, deren Teilnehmer auch mal in Bad Bevensen übernachten – mit all dem macht die BBM auf die Kurstadt aufmerksam. Apropos Kurhaus: Die als Ziel gesetzten Mieteinnahmen für dieses Jahr sind bereits erreicht, die Säle sind gut gebucht. „Da können wir uns nicht beklagen“, betont Gerhard Kreutz und gibt zu bedenken: „Und jeder Kurhaus-Besucher bringt Geld nach Bad Bevensen.“

Im kommenden Halbjahr will der BBM-Geschäftsführer die geschaffenen Strukturen weiter festigen, hat aber auch schon jetzt Pläne für weit über das Jahr hinaus. „Es ist egal, ob ich noch sechs tage, sechs Wochen oder sechs Monate hier bin“, sagt er, „so denke ich nicht. Ich mache nicht nur etwas bis zum Jahresende, sondern für die Stadt. Da muss ich doch weiterdenken.“

Die Ausschreibung für die weitere Geschäftsführung der BBM ab Januar 2018 läuft derzeit noch, informiert Stadtdirektor und BBM-Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Jürgen Kammer auf AZ-Nachfrage. „Dieses Mal wurde für drei Jahre ausgeschrieben“, sagt er. Ob Gerhard Kreutz weitermachen möchte? „Ich denke nicht nach über ein Ende“, sagt er.

Von Ines Bräutigam

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