Nach Bagger-Unfall: Bauwerk wird nicht mehr gebraucht

Klinik-Brücke in Bad Bevensen wird abgerissen

Die Brücke der Diana-Klinik über die Dahlenburger S traße ist derzeit gesperrt.
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Die Brücke der Diana-Klinik über die Dahlenburger S traße ist derzeit gesperrt.

Bad Bevensen – Die Brücke der Diana-Klinik über die Dahlenburger Straße ist so etwas wie das heimliche Wahrzeichen Bad Bevensens und des Kurgebiets.

Derzeit sieht der Verbindungsgang zur Therme jedoch ziemlich ramponiert aus, nachdem der Ausleger eines Baggers das Bauwerk gerammt hat (AZ berichtete).

Derzeit ist der Gang gesperrt. Wahrscheinlich wird die Brücke im nächsten Jahr abgerissen. Das bestätigt Klinik-Geschäftsführer Detlef Baetz auf AZ-Nachfrage. Die Stadt hat einem Abriss laut Bauamtsleiter Roland Klewwe bereits zugestimmt.

Er verweist auf ein Sachverständigen-Gutachten zu dem Schaden. „Es besteht kein Gefahrenpotenzial, aber es wäre ein erhöhter Aufwand, alles wiederherzustellen“, erklärt Baetz. Kosten nennt er nicht. Die Klinik sieht aber keine Notwendigkeit für eine neuerliche Reparatur des Bauwerks, dass auch in der Vergangenheit schon durch überhohe Transporte beschädigt wurde.

„Die Patienten werden die Brücke nicht vermissen“, ist Baetz überzeugt. Das sei jedenfalls das Ergebnis von Gesprächen mit den Verantwortlichen der Abteilungen. Das führt der Geschäftsführer auch auf das über die Jahrzehnte gewandelte Profil der Klinik zurück.

„1974 hatte die Klinik einen anderen Zweck. Da hatten wir wesentlich mobilere Patienten“, erklärt Baetz. Heute betreut die Diana-Klinik viele Patienten in Anschluss-Rehas nach Operationen. Die Brücke ist auch nicht barrierefrei. Zum Wandelgang führt eine Treppe.

Wegen der Corona-Krise hat sich die Ertragslage der Diana-Klinik verschlechtert. VON GERHARD STERNITZKE

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