Keine Rastanlage bei Secklendorf

Das idealisierte Konzept für die Tank- und Rastanlagen entlang der Autobahntrasse sieht neuerdings eine Anlage in der Nähe von Solchs-torf vor, der Standort bei Secklendorf wurde verworfen.Planungsskizze: Straßenbaubehörde Lüneburg

Altenmedingen/Bad Bevensen – Von Ines Bräutigam. Den Altenmedingern, vor allem den Secklendorfern, dürfte ein Stein vom Herzen fallen. Denn der Tank- und Rasthof, der im Zuge der Planungen für den Bau der A 39 in ihrer Nähe entstehen sollte, wird nun doch nicht gebaut. Auf Nachfrage von Altenmedingens Bürgermeister Werner Marquard erläuterte Bevensens Bauamtsleiter am Rande der jüngsten Stadtratssitzung die Hintergründe dafür.

So wurde jetzt auf Basis der Trassenführung der A 39 zunächst ein idealisiertes Konzept ermittelt, was das Abstandsraster für Rastanlagen betrifft. In diesem idealisierten Konzept wurden auch die vorhandenen oder geplanten benachbarten Rastanlagen im Zuge der A 39, A 1 und A 7 im Norden sowie im Zuge der A 39 und A 2 im Süden berücksichtigt. Durch Überlagerung der Bewertungen der verschiedenen Kriterien konnten somit geeignete Bereiche als mögliche Standorte von Rastanlagen ermittelt werden. Das Ergebnis: Entlang der geplanten A 39-Trasse sind nunmehr noch zwei große Tank- und Rastanlagen vorgesehen; eine in der Nähe von Wollerstorf (Kreis Gifhorn) und eine bei Solchstorf (Gemeinde Bienenbüttel).

„Auf Grundlage des Rastanlagenkonzeptes werden nun die detaillierten Entwürfe für die jeweiligen Anlagen erarbeitet und in die Planungsabschnitte der A 39 integriert“, erläuterte Dirk Möller, Geschäftsbereichsleiter der Landesbehörde für Straßenbau in Lüneburg, jüngst auf einer Informationsveranstaltung in Bad Bodenteich. Entlang der rund 105 Kilometer langen Trasse zwischen Lüneburg und Wolfsburg werden neben den beiden besagten Tank- und Rastanlagen auch fünf Parkplätze mit WC (so genannte PWC-Anlagen) angeordnet.

Die Tank- und Rastanlagen sollen jeweils etwa 250 Lkws und 100 Pkws Platz bieten. Die PWC-Anlagen sind derweil für jeweils 50 bis 100 Lastwagen und 40 Pkws ausgelegt und sind in den Bereichen Barendorf, Rätzlingen, Kattien, des Automobil-Testgeländes und Jembke geplant.

Auch eine weitere Änderung im Zuge der Trassenoptimierung wird die Samtgemeinde Bevensen betreffen. So hat die Landesbehörde die Querung des Elbe-Seitenkanals optimiert, weil das Bundesverkehrsministerium dies zur Auflage gemacht hatte. Bei der ursprünglichen Trassenführung nämlich wäre das Bauwerk über den Elbeseitenkanal länger, technisch aufwändiger und damit teurer geworden.

Die Folge der Umplanung: Die Trasse wird nach Osten verschwenkt. Der Abstand zu Secklendorf wird deswegen größer, der Abstand zu Römstedt geringer. Ob es in der Nähe von Secklendorf eine Anschlussstelle geben wird, soll im ersten Quartal 2011 entschieden werden, so Klewwe. Eine von der Stadt Bad Bevensen geforderte Untersuchung des nachgeordneten Straßennetzes soll ebenfalls erfolgen.

Für Groß Hesebeck und Röbbel, so berichtete Klewwe, habe es noch keine Entscheidung gegeben. Wie berichtet, soll die geplante Autobahntrasse beide Bevenser Ortsteile voneinander trennen.

Die weitere Planung im Autobahnabschnitt zwischen Lüneburg und Bad Bevensen soll im Sommer abgeschlossen sein. Dieser Entwurf muss dann vom Bundesverkehrsministerium genehmigt werden und durchläuft anschließend als letzten Planungsschritt das so genannte Planfeststellungsverfahren.

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