Keine Parkplätze an Verladestraße

Bauausschuss der Stadt Bad Bevensen entschied über diverse Anträge zu Verkehrsthemen

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Citynahe Parkplätze an der Verladestraße hat die SPD beantragt. Der Antrag wurde unter Verweis auf die Pläne für ein drittes Gleis abgelehnt.

ib Bad Bevensen. Eine Vielzahl von Anträgen hatten die Mitglieder des Bauausschusses der Stadt Bad Bevensen in ihrer jüngsten Sitzung abzuarbeiten. Vor allem um die Verkehrssituation hatten sich politische Vertreter Gedanken gemacht und Lösungen vorgeschlagen.

Der Bauausschuss entschied zu den Themen wie folgt:

• Eine Sanierung der Gehwege im Stadtgebiet (Antrag der WBB/FDP) soll in diesem Haushaltsjahr in Angriff genommen werden – 50 000 Euro sind dafür im Etatentwurf vorgesehen. Allerdings legt die Grüne/WBB/FDP-Mehrheitsgruppe im Stadtrat Wert darauf, dass nicht „Sanierungen“, sondern „Reparaturen“ angestrebt werden. Die Empfehlung für diesen Posten fiel einstimmig aus.

• Die Sperrung des verkehrsberuhigten Bereichs der Lüneburger Straße an Wochenenden für den Durchgangsverkehr hatte die CDU-Fraktion beantragt, stellte ihn jedoch wieder zurück. Eine Komplettsperrung sei „nicht zielführend“, befand Martin Feller (Grüne), denn mehrere Anlieger hätten sich dagegen ausgesprochen. Eine öffentliche Anhörung der Betroffenen sei daher „zwingend notwendig“, sagte er und kündigte an, als Bürgermeister dazu einladen zu wollen.

• Die einmalige Umlage von Straßenausbaubeiträgen in der Innenstadt, wie sie die CDU beantragt hatte, ist vorerst vom Tisch. Bei einer Enthaltung von SPD-Mann Andreas Bersiel und den beiden Ja-Stimmen der CDU-Vertreter lehnten Grüne, WBB, FDP und BfB das Anliegen ab. Der Argumentation der Christdemokraten, dass Straßen der Allgemeinheit dienten und daher auch auf alle Bürger umgelegt werden sollten – ausgenommen bei Neuerschließungen – folgte die Mehrheit nicht. Die Bürger sähen die Straßenausbaubeiträge ohnehin schon kritisch und würden bundesweit diskutiert, gab Martin Feller zu bedenken. Und ohne eine Idee, wie diese Idee gegenfinanziert werden solle, lehne man den Antrag ab. Das Thema als solches, versicherte Feller, solle aber weiter verfolgt werden. Für Brigitte-Susanne Hendel-Andabaka (BfB) gab es noch einen Aspekt, der nicht schlüssig schien: „Was ist die ‘Innenstadt’?“ wollte sie wissen. Für Jürgen Schliekau, CDU-Mann und Ausschussvorsitzender, war klar: „Die Kernstadt, ohne Ortsteile.“

• Citynahe Parkplätze an der Verladestraße hatte die SPD-Fraktion beantragt. Doch die Mehrheit von Grünen, WBB, FDP und BfB im Ausschuss lehnte dieses Vorhaben ab. Grundsätzlich sei die Idee gut, befand Brigitte-Susanne Hendel-Andabaka. Allerdings sei unklar, inwieweit der Bau des dritten Gleises dieses Projekt überhaupt zulassen werde. Martin Feller stimmte dem zu: „Es wäre Wahnsinn, wenn wir da jetzt Parkplätze bauen würden, die dann wieder zurückgebaut werden müssen“, warnte er. Es gehe auch darum, „dass man nicht beim Bund der Steuerzahler erscheint“.

• Den Antrag, aus der Verladestraße eine Einbahnstraße in Richtung Bahnhof zu machen und dort einen Fußweg zu bauen, stellte Andreas Bersiel wieder zurück. Der SPD-Mann erklärte sich einverstanden mit dem Vorschlag von Martin Feller, die von allen erkannte problematische Verkehrssituation nicht mit einem zu eng gefassten Konzept lösen zu wollen. Es sollen nun mehrere Möglichkeiten geprüft werden, um die Situation für Fußgänger sicherer zu machen.

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