„Wir stehen wieder bei Null“

Keine Einigung bei Ganztagsbetrieb in Himbergen – Landesschulbehörde berät

Wie geht es weiter in Sachen Ganztagsschule in Himbergen? Gespräche zwischen Verwaltung und Schule kamen zu keinen Ergebnissen.
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Wie geht es weiter in Sachen Ganztagsschule in Himbergen? Gespräche zwischen Verwaltung und Schule kamen zu keinen Ergebnissen.

Himbergen – Der Knoten in Sachen Einführung des Ganztagsbetriebes an der Grundschule Himbergen ist noch nicht durchgeschlagen. Das wurde jetzt bei der Sitzung des Schulausschusses der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf deutlich.

Die Verwaltung teilte mit, dass die Schule die jetzt vorgestellten Pläne nach wie vor ablehne. Um aber doch noch eine Lösung zu finden, nimmt die Schule ein Beratungsangebot der Landesschulbehörde in Anspruch. In der Politik werden unterdessen Stimmen laut, die Einführung des Ganztagsbetriebs an der Mauritius-Schule in Ebstorf vorzuziehen. Dies soll der Samtgemeindeausschuss demnächst entscheiden.

Ulf Schmidt, CDU

„Wir bedauern, dass es immer noch zu keiner Lösung gekommen und es nicht gelungen ist, den Knoten durchzuschlagen“, sagte Ulf Schmidt (CDU). Jetzt müsse man überlegen, ob man nicht andere Projekte, die weiter seien, vorziehe, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren. Der Schule müsse aber auch klar sein, dass eine von ihr geforderte Frischeküche nicht möglich sei.

„Wir stehen wieder bei Null. Da ist es richtig, dass noch einmal jemand von oben draufschaut“, sagte Jürgen Henrichs (SPD). Man solle aber keine Schuldzuweisungen treffen, sondern nach vorne schauen.

Roland Klewwe, Bauamtsleiter

„Uns schien die Situation nicht unlösbar“, sagte Bauamtsleiter Roland Klewwe über die Gespräche mit der Grundschule Himbergen. Nach ersten Treffen habe es einen neuen Entwurf gegeben, der vorgesehen habe, 825 Quadratmeter für die Schule zu schaffen und dafür das Lehrerzimmer etwas zu verkleinern. „Die Schulleitung teilte uns aber mit, dass ein anderer Raumbedarf besteht“, so Klewwe. Auch ein zweiter Entwurf sei wenige Tage vor der Sitzung vom Himberger Schulrat einstimmig abgelehnt worden. „Was wir nicht brauchen, sind zwei bis drei Planungen, die abgelehnt werden, und dass wir jedes mal wieder bei Null anfangen“, sagte Klewwe. So ziehe sich alles in die Länge.

„Wir haben es uns nicht leicht gemacht“, erklärte Lehrervertreter Tobis Malina zur Entscheidung der Grundschule Himbergen. Es sei eine festgefahrene Situation, die mithilfe der Beratung durch die Landesschulbehörde wieder gelöst werden könnte. „Vielleicht kann der Blick von außen die Situation aufweichen“, sagt Molina.

Wenn die Mauritius-Schule vorgezogen würde, rechnet Klewwe frühestens mit einem Planungsbeginn im ersten Halbjahr 2020, einem Baustart 2021 und einem Ganztagsbetrieb ab 2022. Schneller gehe es einfach nicht.

VON LARS LOHMANN

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