Rat und Bürger der Gemeinde Weste wollen K 45 zwischen Oetzendorf und Masendorf behalten

„Kein Bürger ist für den Rückbau“

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Die Kreisstraße 45 zwischen Oetzendorf und Masendorf wird derzeit wegen der Amphibienwanderung täglich zwischen 19 und 6 Uhr gesperrt. Mit einem kompletten Rückbau der Straße sind die Bürger allerdings nicht einverstanden. 

nk/ib Weste. Die Stellungnahme der Oetzendorfer Bürger ist eindeutig: Sie sind gegen den Rückbau der Kreisstraße 45 zwischen Oetzendorf und Masendorf.

Denn genau dies plant, wie berichtet, der Landkreis Uelzen, um dort für den Bau der A 39 eine Ausgleichsfläche schaffen zu können. Und auch der Rat der Gemeinde Weste sprach sich in einer Stellungnahme an den Landkreis bei zwei Enthaltungen dafür aus, die Kreisstraße zu erhalten – und zwar in der jetzigen Form und Breite.

Bürgermeister Achim Ritzer war zuvor noch einmal auf die Informationsveranstaltung mit dem Landkreis im November vergangenen Jahres eingegangen, bei der das Projekt vorgestellt worden war. Vor einigen Tagen sei auch die Dorfgemeinschaft Oetzendorf noch einmal zu einem Gespräch eingeladen worden, informierte Ritzer. Wie mehrfach berichtet, befindet sich rund um die Kreisstraße eines der größten Kammmolchvorkommen Norddeutschlands.

Um das vorhandene Biotop mit seinen Kammmolchen zu schützen, sei laut Landkreis auch ein Tunnelsystem denkbar, so Ritzer. Allerdings: Den Rückbau der Straße zahle der Bund, beim Tunnelsystem blieben die Kosten teils beim Landkreis, so Ritzer. Letztlich sei alles also eine Kostenfrage. Ratsherr Ralf Fechner betonte: „Die Leute wollen die Straße weiter nutzen.“ Das unterstrich auch Jürgen Bahr: „Kein Bürger ist für den Rückbau“, berichtete er aus der Bürgerversammlung.

Ein weiteres Thema des Abends war die Änderung der Sozialstaffel des Kindergartens in Himbergen ab 1. August. „Die wird notwendig, weil sich die Betreuungszeiten auf Wunsch der Eltern geändert haben“, erläuterte der Bürgermeister. Eine Betreuung ist von 8 bis 13 Uhr und von 8 bis 16 Uhr sowie von 8 bis 15 Uhr in der Krippe möglich. Zudem gibt es eine Sonderregelung, dass Kinder bereits ab 7 Uhr betreut werden können. Von bisher 13 Stufen soll die Sozialstaffel nun auf 21 Stufen erweitert werden, stellte Ritzer die angestrebte Neuerung vor. Finanziell heiße das: In der Staffel 21 liege die Einkommensgrenze bei 3800 Euro zu versteuerndem Einkommen. Bei drei Enthaltungen stimmte der Rat der neuen Staffelung zu.

Einstimmig verabschiedete der Wester Rat derweil den Haushalt für dieses Jahr. Trotz der Senkung der Kreisumlage seien die Ausgaben auf 235 600 Euro gestiegen, die Samtgemeindeumlage schlägt mit 110 900 Euro zu Buche. Die Aufwendungen für den Kindergarten stehen mit 48 600 Euro im Etat, für die Sportplatzanlage und die Unterhaltung des Schützenhauses sind 3000 Euro veranschlagt, für Heimat- und Kulturpflege 3900 Euro, für Straßenunterhaltung 10 000 Euro, für die Straßenbeleuchtung 3000 Euro und für die Unterhaltung der Gräben und Abgaben an den Wasserverband Untere Ilmenau 10 200 Euro.

Der Ergebnishaushalt umfasst in den Einnahmen ein Volumen von 623 000 Euro und in den Aufwendungen 599 700 Euro. Im Finanzhaushalt stehen Einzahlungen von 585 500 Euro Auszahlungen von 521 900 Euro gegenüber. Im Investitionshaushalt sind 18 700 Euro eingestellt. Die Steuerhebesätze bleiben unverändert bei 380 Prozentpunkten.

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