Kantorin wieder im Dienst

Das Arbeitsgerichtsurteil ist rechtsgültig: Ute Bautsch-Ludolfs darf wieder an der Kirchenorgel sitzen. Foto: Privat

Bad Bevensen. Ute Bautsch-Ludolfs darf wieder als Kantorin der Bevenser Dreikönigskirchengemeinde arbeiten. Das Urteil des Arbeitsgerichtes Lüneburg, in dem am 15. März die gegen Bautsch-Ludolfs ausgesprochene Kündigung für unwirksam erklärt wurde, ist inzwischen rechtskräftig geworden.

Die Kirchengemeinde hat gegen dieses Urteil keine Berufung eingelegt und muss deshalb die vom Gericht getroffene Feststellung akzeptieren. Dadurch ist auch das von der Kirchenmusikerin gerichtlich geltend gemachte Beschäftigungsverlangen erledigt.

„Ich freu’ mich, endlich wieder meinen Dienst tun zu können“, sagt Ute Bautsch-Ludolfs, „ich freu’ mich auf die Chöre und auf die Orgel, und“, das betont sie auch, „ich schaue nach vorn.“ Sie hat fast alle Schlüssel, die sie damals abgeben musste, wieder ausgehändigt bekommen, und seit dem 2. Mai darf die langjährige Kirchenmusikerin nun wieder auf der Empore der Dreikönigskirche an der Orgel sitzen, nachdem der Kirchenvorstand sie nach lange währenden internen Querelen im Juli 2010 zunächst vom Dienst frei gestellt und ihr später fristlos gekündigt hatte (die AZ berichtete ausführlich).

Sämtliche Dienstbezüge, die seit Ausspruch der ersten Kündigung nicht mehr überwiesen worden waren, muss die Kirchengemeinde nun nachzahlen. Vollständig nimmt Ute Bautsch-Ludolfs ihren Dienst an der Bevenser Orgel am 1. Juni wieder auf. Schon am kommenden Sonntag, 15. Mai, wird sie aber ihren derzeitigen Urlaub, der ihr aus dem Jahr 2010 noch zusteht, unterbrechen und ihren ersten Einsatz an der Kirchenorgel haben – an diesem Tag nämlich feiert ihr Sohn Armin seine Konfirmation.

Von Ines Bräutigam

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