Unwetter im Nordwesten: Circa 80 Einsatzkräfte befreiten bis gestern Keller von den Fluten

Kampf gegen die Wassermassen

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In der Gemeinde Wriedel hatten die Feuerwehr-Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun, das Wasser aus den Häusern in die Kanalisation zu leiten.

Bad Bevensen/Ebstorf/Wriedel. Die letzten Keller wurden gestern noch leer gepumpt. Plötzlicher Starkregen am Montagabend hatte in mehreren Ortschaften im Nordwesten des Landkreises Keller und Straßen überschwemmt und die Einsatzkräfte der Feuerwehren in der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf vor große Herausforderungen gestellt.

Allein in der Stadt Bad Bevensen rückten die Einsatzkräfte am Montag zwischen 17.30 und 21.30 Uhr zu 17 Unwettereinsätzen aus, zwei weitere folgten gestern Morgen. Dabei handelte es sich nach Angaben von Einsatzleiter Jan Krützfeld um Kellerüberschwemmungen vor allem im Bereich der Röbbeler Straße, der Römstedter Straße und der Uferallee. Zusätzlich zu 28 Kräften der Feuerwehr Bad Bevensen waren am Montag Kameraden der Feuerwehren aus Römstedt, Himbergen und Altenmedingen vor Ort.

Innerhalb kurzer Zeit staute sich das Wasser auch auf den Straßen von Bad Bevensen.

Einen der größten Einsätze, so Krützfeldt, habe man beim Restaurant Nautilus Diner an der Röbbeler Straße gehabt. Dort seien die Wassermassen auf rund 300 Quadratmetern Kellerfläche circa 40 Zentimeter hoch gestiegen. Besonders die hohe Zahl der Einsätze in Folge der „heftigen“ Regengüsse habe die Einsatzkräfte gefordert, sagt Jan Krützfeldt, der selbst schon seit 25 Jahren bei der Feuerwehr ist. „So extrem habe ich das in Bad Bevensen noch nicht erlebt.“ Ebenfalls stark betroffen waren nach Angaben der Einsatzleitstelle des Landkreises Uelzen die Bewohner im Bereich Brockhöfe, Wriedel, Schatensen, Römstedt und Himbergen.

Mit Pumpen wurden die vollgelaufenen Kellerräume vom Wasser befreit.

Wie der stellvertretende Ortsbrandmeister der Feuerwehr Wriedel-Schatensen, Ralf Schmidtke, berichtet, war die Feuerwehr Wriedel-Schatensen mit Unterstützung der Wehren aus Brockhöfe, Hanstedt I und Ebstorf zu neun Kellerüberflutungen und mehreren Straßenüberschwemmungen ausgerückt. So habe unter anderem die Wriedeler Ortsmitte im Bereich der Apotheke „komplett unter Wasser gestanden“, so Schmidtke. Mit sogenannten Tauchpumpen wurden die Häuser und Straßen von den Fluten befreit. Der stellvertretende Ortsbrandmeister berichtet außerdem von einem Verkehrsunfall zwischen Wettenbostel und Holthusen I, bei dem, vermutlich aufgrund von Aquaplaning, der Fahrer mit seinem Auto von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt war. Es kam zu keinem Personenschaden. Nach Angaben der Einsatzleitstelle für den Landkreis waren von dem Unwetter am Montagabend ausschließlich einzelne Ortschaften im Nordwesten des Kreises betroffen. Insgesamt sind circa 80 Einsatzkräfte in diesem Gebiet ausgerückt.

Von Anna Petersen

Bilder nach Starkregen in Wriedel

Starkregen in Wriedel

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