Skaterbahn für Bad Bevensen: Erste Ideen zur Finanzierung / Verwaltung prüft Standort

Jugend fühlt Politik auf den Zahn

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Bekommt Bad Bevensen eine Skaterbahn und wenn ja, wann? Das wollten die Jugendlichen von der Politik erfahren.

Bad Bevensen. Die Erwartung stand ihnen ins Gesicht geschrieben: Etwa 20 Jugendliche zwängten sich am Dienstag in den Sitzungsraum des Bevenser Rathauses. Ihr Anliegen: der Bau einer Skaterbahn in Bad Bevensen.

Um diesem ein Stück näher zu kommen, schlug die SPD-B90/Grüne-WBB-Gruppe während der Sitzung des Ausschusses für Familie, Jugend und Sport vor, 10 000 Euro mit Sperrvermerk in den Etat 2014 einzustellen. Dieses Geld darf erst nach Aufhebung des Vermerks durch den Verwaltungsausschuss ausgegeben werden.

Fest steht: Um die kompletten Baukosten abzudecken, reicht das nicht. „Aber jetzt wissen die Jugendlichen, dass man nun schon weiter ist als vor fünf Jahren“, sagte Verena von Kriegstein (SPD-B90/Grüne-WBB-Gruppe). Und die hatten dann auch eine Reihe Fragen an die Politiker: Warum Gelder für das Kurhaus bereitgestellt würden, aber nicht für eine Skaterbahn, und ob eine Realisierung in diesem Jahr noch möglich sei, wollte Fabian Gröger wissen. Grundsätzlich schon, lautete die Antwort. Dafür müssten die Jugendlichen aber auch die Initiative ergreifen – mit Hilfe des Jugendparlaments, von dem am Dienstag keiner anwesend war. „Ist ja schön, dass wir ein Jugendparlament haben, aber ich weiß nicht mal, wer das ist“, hieß es aus dem Publikum.

Das Gremium befasst sich seit Jahren mit dem Bau einer Skaterbahn. Weil aber der Wunschstandort auf dem Gelände der Kooperativen Gesamtschule Bad Bevensen vom Träger der Schule, dem Landkreis, abgelehnt wurde, standen weitere Standorte zur Diskussion: am Rosenbad, am Markt- beziehungsweise Parkplatz oder zwischen Ämterzentrum und Jugendzentrum. Letzteren soll die Verwaltung prüfen.

Dass man den Jugendlichen unter die Arme greifen wolle, stand auch für Susanne Lühr-Peschke, Vize-Vorsitzende der CDU-Fraktion, außer Frage. „Nur ist uns der Weg noch nicht klar, wie wir das hinbekommen, ohne den Schuldenberg weiter aufzutürmen.“ Es müssten weitere Mittel durch Spenden, Fördertöpfe oder auch einen Förderverein eingetrieben werden. Über den Sperrvermerk soll nun fraktionsintern beraten werden.

Lothar Jessel vom Ordnungsamt verwies auf das Programm „Kleinere Städte und Gemeinden“, für das die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf und die Gemeinde Bienenbüttel Mittel eingeworben haben. Dort werde ein „Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzepts Daseinsvorsorge“ erarbeitet, in dem auch eine Skaterbahn berücksichtigt werden könnte.

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