Er glüht für die Kurstadt

Neuer Bevenser Bürgermeister heißt Jürgen Schliekau

Bürgermeister Jürgen Schliekau mit Kette und  Stadtdirektor Martin Feller.
+
Der frisch gewählte Bevenser Bürgermeister Jürgen Schliekau (CDU, links) mit Kette. Neben ihm Stadtdirektor Martin Feller.

Bad Bevensen hat einen neuen Bürgermeister. Jürgen Schliekau (CDU) erhielt in der konstituierenden Sitzung des Stadtrats im Kurhaus in geheimer Wahl 16 Stimmen.

Bad Bevensen – Auf Norbert Gerstenkorn von den Grünen, die aus der Kommunalwahl deutlich geschwächt hervorgingen, entfielen neun Stimmen. Aus Infektionsschutzgründen musste sich Schliekau die Bürgermeisterkette, die bis zu diesem Abend Gabriele Meyer (Grüne) getragen hatte, selbst anlegen.

Keine feste Gruppenbildung, aber SPD-Unterstützung für Schliekau

SPD und FDP hatten im Vorfeld erklärt, keine feste Gruppenbildung oder Zusammenarbeit einzugehen. Allerdings gab es im Vorfeld Gespräche mit den Sozialdemokraten, bestätigt Schliekau. Zwischenmenschlich komme man gut miteinander aus, jede Fraktion bleibe jedoch für sich. Die SPD verzichtete auf einen Bürgermeistervorschlag und stimmte für den CDU-Kandidaten.

„Ich bin jetzt noch überwältigt, dass es so geklappt hat“, sagt Schliekau. „Wir alle sind heute eine Verpflichtung eingegangen.“ Sich selbst hat der 59-jährige selbstständige Mediengestalter einmal einen „glühenden Bevenser“ genannt. Seit 1996 ist er im Stadtrat aktiv, zeitweise auch als Fraktionsvorsitzender. Seit 2001 gehört der Kommunalpolitiker, der sich als Vorsitzender im Verein Historisches Bevensen engagiert und ein Privatmuseum an der Kurzen Straße unterhält, auch dem Samtgemeinderat an.

„Ich habe einen ganzen Katalog, was ich umsetzen möchte“, berichtet das neue Stadtoberhaupt und nennt die Bewerbung zur Landesgartenschau, die Aufarbeitung der Pandemie-Folgen, den Tourismus, den Klimawandel, aber auch das Ehrenamt.

Schliekau hat keine feste Mehrheit, ist also auf immer neue Kompromisse in Sachfragen angewiesen. „Wir werden das eine oder andere umsetzen, wenn wir mit allen zusammenarbeiten“, findet der CDU-Politiker versöhnliche Worte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare