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Kulturstation Bad Bevensen startet neues Projekt – diesmal in den Ortsteilen

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Radfahrer passieren ein Kunstwerk in der Landschaft.
Mit dem Fahrrad kann die Bevenser „Kunst am Knick“ im Oktober erkundet werden. © Quast

Vor einem Jahr überraschte die Kulturstation Bad Bevensen mit der Aktion „Kunst am Kloster“ in Medingen. Seitdem hat der Verein nicht geschlafen. Nun ziehen die Kreativen das nächste Projekt aus dem Hut. Unter dem Motto „Ünnerwegens – Kunst am Knick“ geht die Kulturstation auf die Bevenser Dörfer.

Bad Bevensen – „Wir gehen zurück aufs Dorf“, kündigt die Vorsitzende Katja Schaefer-Andrae an. Mit den Freiluftausstellungen auf dem Schweizerhof hat alles angefangen, und es geht auch diesmal wieder raus. Denn die Kunst ist vom 1. bis 16. Oktober am Knick, also der Feldhecke, am Feldweg, am Bach, auf der Wiese, im Wald, im Garten, am Zaun, auf dem Hof, an Scheunenwänden und an der Bushaltestelle zu erleben. Erkundet werden sollen die Kunstwerke möglichst zu Fuß und mit dem Fahrrad.

Jeder kann kreativ werden

Dabei kann jeder Künstler sein. „Wir hoffen, dass sich möglichst viele Leute beteiligen“, sagt Katja Schaefer-Andrae. Mitmachen sollen Künstler ebenso wie Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene jeden Alters. In zehn Workshops, als Wochenendwerkstatt, Ferienaktion oder an verschiedenen Wochentagen können sie unter Anleitung von Künstlern kreativ werden oder einfach einen Kuchen für die Teilnehmer backen.

Los geht es im Garten der Kulturstation in Medingen. „Ünnerwegens“, unterwegs, das ist natürlich Plattdeutsch. „Das hat mit Heimat und Identität zu tun“, erklärt die Vorsitzende. Es geht um Wurzeln, so das Motto der Kunstwerkstätten. Aber natürlich kann man das traditionell oder auch ganz offen auffassen, Assoziationen folgen. Und bei so viel „Kunst am Knick“ dürfte auch die Natur eine wichtige Rolle spielen. „Bestimmt gibt es auch große Blüten und Pflanzen, die in den Orten wachsen: Flowerpower“, deutet Katja Schaefer-Andrae an.

Förderung ermöglicht Projekt

Möglich macht das Ganze eine Förderung von fast 20 000 Euro des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur mit dem Landesverband Soziokultur. Darauf weist der Landtagsabgeordnete Jörg Hillmer (CDU) hin. 5000 Euro erhält der Verein von der VGH-Stiftung. Auch Möbel Reck unterstützt das Projekt. „Mit ihren verschiedenen Projekten und Angeboten bietet die Kulturstation den Menschen eine Teilhabe an kultureller Vielfalt. Ich freue mich sehr über die Anerkennung und tatkräftige Unterstützung für dieses Wirken im Ministerium“, betont Hillmer.

Gesucht werden jetzt Künstlerinnen und Künstler, die ihre Werke präsentieren möchten, Orte, Plätze, Höfe und Gärten zum Ausstellen sowie Ideen und Aktive für ein vielfältiges Kulturprogramm wie Chorauftritte, Konzerte, geführte Spaziergänge und Wanderungen, Klön-Schnacks, Überraschungen und schließlich auch Unterstützung und Bewirtung bei den Dorf-Werkstätten – und natürlich ganz viele interessierte Workshop-Teilnehmer vom Kindergarten- bis ins hohe Alter.

• Die Kulturstation lädt zu einer Infoveranstaltung und zum Planen am Dienstag, 2. August, 19 Uhr im Gasthaus Schmidt in Groß Hesebeck ein. Kontakt: Katja Schaefer-Andrae, (01 72) 3 44 49 99, kulturstation@ schaefer-andrae.de.

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