1. az-online.de
  2. Uelzen
  3. Bad Bevensen

Medienentwicklungsplan regelt Ausstattung mit Tablets und WLAN

Erstellt:

Kommentare

Digitaler Unterricht mit Tablet
Tabletcomputer und Internet per WLAN werden auch für die Grundschulen in Bevensen-Ebstorf immer wichtiger. Das hat nicht nur die Homeschooling-Phase in der Pandemie gezeigt. © dpa

Homeschooling in der Pandemie, Internetrecherche, Schulung der Medienkompetenz: Die Ausstattung der Schulen mit Internet und Computern gewinnt eine immer größere Bedeutung. Die Samtgemeinden Bevensen-Ebstorf, Aue und Suderburg sowie die Hansestadt Uelzen haben sich deshalb zusammengetan und einen gemeinsamen Medienentwicklungsplan für die Grundschulen ausgearbeitet.

Bevensen-Ebstorf – Die Planung wurde jetzt im Schulausschuss der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf vorgestellt.
Alle fünf Grundschulen der Samtgemeinde, die von insgesamt 746 Schülern besucht werden, haben ein eigenes Medienkonzept entwickelt, berichtet Torsten Lumpe, in der Samtgemeindeverwaltung zuständig für die Schulen. „Dazu gehört auch eine adäquate IT-Ausstattung, die den pädagogischen Anforderungen entspricht.“ Wie diese zielgerichtet ausgebaut werden kann, darum geht es in dem auf einen Zeitraum von fünf Jahren ausgelegten Medienentwicklungsplan.

Ein Tablet für vier Schüler

Angeschafft werden sollen vor allem mobile Geräte, sogenannte Tablets. Angestrebt wird eine Ausstattung im Verhältnis von einem Computer auf vier Schüler, mindestens aber einem Klassensatz. Die Lehrer haben laut Lumpe gerade Laptops erhalten. Ziel des Medienentwicklungsplans ist eine Vereinheitlichung von Hardware (Geräten) und Software (Anwendungsprogrammen), um auch die Wartung zu vereinfachen. So wurde im Ausschuss aus einer Schule berichtet, dass dort in den Räumen verschiedene Smartboards, also elektronische Tafeln stehen. Die Lehrer müssen sich bei der Bedienung jeweils umstellen.

250-Mbit-Anschlüsse für die Grundschulen

Grundlage für die Arbeit mit mobilen Geräten, etwa für die Internetrecherche, ist schnelles Internet. Dafür sollen alle Schulen einen 250-Mbit-Anschluss erhalten. Damit das Internet auf den Geräten ankommt, ist eine entsprechende Verkabelung und die Ausstattung der Klassenzimmer oder Lernbereiche mit WLAN-Hotspots notwendig. In Himbergen und Altenmedingen sind diese Leitungen laut Lumpe bereits verlegt. In der Mauritiusschule Ebstorf laufen die Arbeiten. Im kommenden Jahr sollen die Waldschule Bad Bevensen und die Schwalbenschule Wriedel verkabelt werden.

„Wir betreten in vielen Bereichen in den Schulen Neuland“, betont Verwaltungsmitarbeiter Lumpe. Finanziert wird die Ausstattung der Schulen über eine Pauschale je Schüler, die das Land zahlt, sowie aus Fördermitteln des Digitalpakts. Dabei stellt sich auch die Frage der Wiederbeschaffung, die wie Lumpe einräumt, noch nicht geklärt ist. Im Medienentwicklungsplan wird davon ausgegangen, dass Tablets nach fünf Jahren ausgetauscht werden müssen.

Wo Computer im Einsatz sind, gibt es Probleme – mit den Geräten, mit den Programmen, mit dem Internet. Vier Mitarbeiter des IT-Verbunds beim Landkreis Uelzen sollen sich um die 18 Grundschulen mit fast 2500 Schülern in den drei Samtgemeinden und der Stadt kümmern. An der Bearbeitungsdauer gibt es Kritik aus den Schulen. „Manchmal dauert es einmal länger, als es wünschenswert wäre“, sagt Lumpe, „aber wir tun auf allen Seiten, was für können.“

Auch interessant

Kommentare