Baumhäuser für Bad Bevensen

Planer trägt Ideen für eine Bewerbung zur Landesgartenschau 2026 vor

Baumhäuser
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Im Rahmen der Landesgartenschau in Bad Bevensen könnten Baumhäuser als neue Wohn- oder Urlaubsform auf dem Gelände des Hamburgischen Krankenhauses entstehen.
  • Gerhard Sternitzke
    VonGerhard Sternitzke
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In nicht ganz fünf Jahren soll es soweit sein: Bad Bevensen will sich für die Landesgartenschau 2026 bewerben. Bis September soll die Bewerbung stehen. Erste Ideen präsentierte am Mittwochabend das beauftragte Berliner Planungsbüro A 24 Landschaft in einer Videokonferenz.

Bad Bevensen – Der Zeitplan ist eng. Bis September muss die Machbarkeitsstudie stehen. Eine Woche lang haben jetzt die Bürger Zeit, ihre Ideen einzubringen.

Planer Steffan Robel lobt das Bevenser Kleinstadtflair, die Kureinrichtungen mit dem Veranstaltungsprogramm, den Kurpark, der wie er ist, bereits eine kleine Gartenschau sei. Allerdings liegt da auch schon das Problem. Für das ältere Publikum wird viel geboten. „Es fehlt ein Angebot für Jüngere“, moniert Robel. Das Landschaftsplanungsbüro legt deshalb einen Schwerpunkt auf Angebote für junge Menschen und Familien.

Landschaft soll erlebbar sein

Das Konzept versammelt viele Ideen, die bereits einzeln diskutiert wurden. Wie bei der ersten Bewerbung der Kurstadt soll die Ilmenau das verbindende Element sein. Landschaft soll erlebbar sein. Ein durchgehender Fuß- und Radweg soll die „Attraktionen“ von der Medinger Mühle bis zum Gelände des Hamburgischen Krankenhauses verbinden.

Die Ilmenau wird die verschiedenen Ausstellungsbereiche der Landesgartenschau in Bad Bevensen miteinander verbinden.

Der Stadtrat hat gerade den Ankauf der sanierungsbedürftigen Mühlenanlage beschlossen. Für das Gelände der abgerissenen Klinik, deren Fundamente längst von jungem Wald überwachsen sind, laufen derzeit Kaufverhandlungen. „Blumenwiese ist out, angestrebt wird eine Entwicklung von Problemflächen“, erklärt Bürgermeisterin Gabriele Meyer den heutigen Schwerpunkt von Gartenschauen. Planer Robel spricht von Potenzialflächen. Hier kann etwas Neues entstehen.

In dem wild gewachsenen Wald auf dem Krankenhausgelände könnten neue Wohnformen wie Tiny Houses und Baumhäuser erprobt werden. Auch ein Abenteuerspielplatz und eine Bar am Karpfenteich sind denkbar. Die Mühle soll der Natur- und Umweltbildung dienen. Ein Café, eine Streuobstwiese, Kräutergärten könnten entstehen.

Die Benecke-Wiese könnte als naturnahe Erweiterung des Bevenser Kurparks genutzt werden.

Der Kurpark könnte mehr oder weniger, wie er ist, eingebracht werden. Der Planer schlägt ein Blumenband als roten Faden über das Gelände vor. Die Benecke-Wiese soll als naturnahe Erweiterung hinzukommen. Hier sind ein Bauerngarten und ein Mitmachgarten denkbar.

Steffan Robel plant bereits seit 15 Jahren Gartenschauen. „Eine Gartenschau ist nicht etwas, was Externe planen, sondern was sich aus der Stadt entwickeln muss und von den Bürgern mitgetragen werden muss“, stellt der Diplom-Ingenieur klar.

Aus dem Kreis der Teilnehmer kommen weitere Ideen vom Ilmenau-Floß bis zur Einbindung von Tieren. Der Stadt und den Bürgern soll die Schau eine nachhaltige Verbesserung bringen, von der sie auch nach Ende der Präsentation profitieren.

Bürgermeisterin Meyer ist erfreut über die Präsentation: „Man sieht jedesmal wieder, wie schön es bei uns ist und welche Entwicklungsmöglichkeiten wir haben.“

• Die Präsentation zur Landesgartenschau kann unter www.bevensen-ebstorf.de (Bekanntmachungen) eingesehen werden. Bürger können innerhalb einer Woche ihre Ideen zur Landesgartenschau einbringen: post@a24-landschaft.de.

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