Alles ist Party, Bewegung und Ekstase

Hunderte Besucher feiern beim ersten Electro-Musik-Festival in Arendorf

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Mitorganisator und auch selber DJ beim Festival: Chris Marvin Kistenbrügger.

Arendorf – Sanft drehend begleiten die Windräder des Arendorfer Windparks nahe Wriedel einen prächtigen Sonnenuntergang.

Interessante Accessoires wie dieses Einhorn oder leuchtende Brillen kamen zum Einsatz.

Aber am Samstagabend hatte niemand einen Blick für diese Idylle: Harte Beats schmettern aus den Lautsprechern, Lichteffekte und Kunstnebel unterstützen die Arbeit der zwölf Discjockeys beim „Tanzbefehl“-Festival, die zwölf Stunden lang die Nacht zum Tag machen sollten.

Zwölf Discjockeys sorgten für gute Stimmung bei den tanzfreudigen Besuchern. Und die Veranstalter blicken schon mal voraus: Es soll unbedingt eine zweite Auflage geben.
Blick vom Pult auf die Menge, hier bei DJ Miniro: Das Electro-Musik-Open-Air „Tanzbefehl“ lockte am Wochenende hunderte Musikfans nach Arendorf. 

Jeder DJ hatte eine Stunde Zeit, dem überwiegend jungen Publikum ordentlich etwas auf die Ohren zu geben. Wobei die Ohren für Fans der Electro-Musik eigentlich nur der Aufnahme-Kanal sind und sämtliche Informationen dessen, was mit Wucht aus den Boxen hämmert, direkt und ungefiltert an Arme und Beine weitergeben: Nein, dieser Abend beim ersten offiziellen Electro-Musik-Open-Air bot keinen Raum zum genüsslichen Lauschen – alles ist Party, Bewegung, Ekstase.

In Kunstnebel gehüllt, tanzten die zumeist jungen Leute ausgelassen durch die Nacht.

Chris Marvin Kistenbrügger vom Organisationsteam „YES!“ – die Abkürzung steht für „Young Electronic Sounds“ – hat das Festival zusammen mit den vier Mitstreitern seiner Gruppe akribisch geplant und ausgerichtet. Ein dreiviertel Jahr haben die Vorbereitungen in Anspruch genommen, drei Tage dauerte allein der Aufbau.

„Die Szene wächst ständig, wir sind hier alle wie eine große Familie, wollen einfach nur Spaß haben, deshalb bleibt es bei uns auch immer friedlich“, freut sich Kistenbrügger, der auch selber als DJ auflegen durfte. „In ein paar Tagen werden wir Kassensturz machen und dann wissen, ob sich der Aufwand auch gerechnet hat. Denn eins ist klar: Es soll unbedingt eine zweite Auflage geben.“

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