Marketing GmbH verärgert / Landesforsten sprechen von Einzelfällen: Schäden werden behoben

Holzabholer zerstören Wanderwege

Der tagelange Regen hat den Waldboden empfindlich aufgeweicht. Die Niedersächsischen Landesforsten sagen aber zu, die Schäden zu beheben.

Bad Bevensen. Die Bad Bevensen Marketing GmbH ist sauer: Etwa 70 Prozent aller Nordic-Walking-Strecken im Waldgebiet Rießel sowie Wanderwege sind derzeit nicht begehbar. Der Grund: Holzabtransporte.

Für die fachmännischen Waldarbeiten durch die Niedersächsischen Landesforsten hat Uwe Winter, Geschäftsführer der Bad Bevensen Marketing GmbH Verständnis, für „unkontrollierte Abtransporte durch private Holzkäufer“, durch die auch die restlichen Wanderwege „komplett zerstört“ würden, aber nicht. Immerhin beginne im April in Bevensens Wäldern wieder die Touristensaison.

„Die zurzeit wohl zugewiesenen Sägestellen lassen sich ohne große Schäden anzurichten, von Jelmstorf aus erreichen“, erklärt Uwe Winter. „Alle privaten Holzkäufer fahren allerdings kreuz und quer durch den Wald und zerstören auch die letzten Nordic-Walking-Strecken und Wanderwege.“ Darum fordert Winter die Niedersächsischen Landesforsten auf, die privaten Holzabholer besser einzuweisen.

Reiner Baumgart, Pressesprecher der Niedersächsischen Landesforsten für die Region Niedersachsen Nord-Ost, betont, dass es sich bei dem Zerstörer der Wege um einen Einzeltäter handelte: „Es scheint sich um einen Selbstholzwerber zu handeln. Grundsätzlich werden alle Selbstabholer aber von uns unterwiesen, wie sie sich im Wald zu verhalten haben. Das war ein Einzelner, der sich nicht an die Regeln gehalten hat.“

Nach dem starken Regen der vergangenen Tage sei der Waldboden aufgeweicht und empfindlich. „Darum ruhen unsere Maschinen auch seit mehreren Tagen“, erklärt Baumgart. Die Holzernte im Rießel sei abgeschlossen. Bevor weitere Maßnahmen rund um Bad Bevensen anlaufen – dieses Mal im Sinne der Verkehrssicherheit – warten die Niedersächsischen Landesforsten auf bessere Witterung. Baumgart: „Bei dieses extremen Verhältnissen geht das einfach nicht.“

Obgleich die Schäden an Wegen nicht ausschließlich durch due Maschinen des Forstamtes entstanden seien, sichern die Landesforsten die Instandsetzung aller Wanderstrecken zu. „Es ist vollkommen normal, dass es zu Wegschäden während der Holzernte kommen kann. Das Forstamt hatte bereits Kontakt mit dem Betriebshof der Stadt. Sobald es die Witterung zulässt, werden die Schäden, die durch das Forstamt entstanden sind, behoben“, sagt Baumgart. Spätestens im April werden die Wege – zum Teil in Handarbeit – wieder hergestellt. Auch die Holzschilder, die die Sportrouten der Nordic-Walker markieren, werden von den Landesforsten dann überprüft und augebessert.

Zugleich bitten die Vertreter der Niedersächsischen Landesforsten private Holzabholer darum, derzeit nicht per Auto in den Wald zu fahren – zu groß sei die Gefahr den Waldboden zu beschädigen. Baumgart: „Wir stellen unseren Leuten auch hohe Auflagen.“

Von Wiebke Brütt

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