Schöne Räume – auf Zeit

Himberger Krippe im Gemeindehaus eröffnet: Kitaanbau geplant

Erster Tag in der Krippe im Himberger Gemeindehaus. Zunächst müssen die Kinder sich eingewöhnen, erklärt Leiterin Anke Hinrichs (rechts).
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Erster Tag in der Krippe im Himberger Gemeindehaus. Zunächst müssen die Kinder sich eingewöhnen, erklärt Leiterin Anke Hinrichs (rechts).

Bad Bevensen – Es wuselt im Gemeindehaus. Wo sonst der Kirchengemeinderat tagt oder Gemeindefeste gefeiert werden, erkunden die ganz Kleinen das Terrain. Kaitlin hat eine kleine Holzschiebkarre entdeckt und schiebt sie vor sich her.

Noch ist die Mama dabei, die Krippenkinder müssen sich zunächst eingewöhnen. Für sie ist alles neu – fern von zu Hause. Neu ist aber auch die Himberger Krippe. Gestern wurde sie im umgebauten Kirchengemeindehaus eröffnet.

„Das sind super Räume“, lobt die Leiterin der evangelischen Kindertagesstätte Anke Hinrichs. Nicht nur, dass auf 260 Quadratmetern viel mehr Platz zum Austoben und eigene Schlafräume vorhanden sind. Die Fenster wurden ausgetauscht, die Kleinen spielen auf einem warmen Korkfußboden. Architekt Björn Radtke hat in dem Haus, das einmal eine Scheune war, auf gesunde Materialien geachtet. Zum Einsatz kamen Naturfarben und Holzschichtplatten. Und hinterm Haus dehnt sich ein großer Garten mit alten Bäumen. Der Rasen ist eingesät.

Notwendig wurde die neue Krippe, weil über 30 Kinder unter drei Jahren angemeldet worden waren. Die Gemeinden Himbergen, Weste und Stoetze, die die Kita unterm Regenbogen finanzieren, wollen am Botterbusch anbauen, aber so schnell geht das nicht. Hier kam die Kirchengemeinde ins Spiel, die das Gemeindehaus ohnehin umbauen wollte, um hier alle Funktionen zu konzentrieren. Mit 120 000 Euro finanzieren die Gemeinden den Umbau. „Die Alternative wären Container gewesen“, sagt Himbergens Bürgermeister Jürgen Hinrichs.

Erst im Juni haben die Bauarbeiten begonnen. Einige Handwerker haben andere Aufträge zurückgestellt, um die Krippe rechtzeitig fertigzustellen, erzählt Pastor Ulf Cyriacks. In einem Jahr soll der Krippenanbau am Botterbusch fertig sein. Bis dahin muss die Kirchengemeinde improvisieren. Veranstaltungen finden mal im Küsterhaus, mal bei der befreundeten Kirchengemeinde Römstedt, für die Cyriacks ebenfalls zuständig ist, statt. „Das machen wir für unsere Kinder“, sagt Cyriacks.

24 Kinder starten jetzt in der Krippe. Es sind noch Plätze frei, wie Leiterin Hinrichs betont. Demnächst soll auch der Verkehr langsamer fließen. Tempo 30 ist angeordnet. Die Schilder kommen bald.

Wenn das Jahr um ist, zieht die Krippe voraussichtlich in den Anbau am Botterbusch. „Viele Materialien können dann wiederverwendet werden“, betont Cyriacks. Der Korkfußboden wandert ins neue Gemeindebüro mit Blick auf die St.-Bartholomäus-Kirche. Die Leichtbauwände der Schlafräume können entfernt werden. Toiletten, Wickeltische und Spielgeräte nimmt die Krippe mit.

VON GERHARD STERNITZKE

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