Bürgermeister suchen nach Lösungen / Anbau soll 1,8 Millionen Euro kosten

Himberger Kindergarten platzt aus allen Nähten

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Vor Kurzem feierte der Kindergarten Himbergen sein 25-jähriges Jubiläum. Doch er platzt aus allen Nähten. Nun wird nach einer Lösung gesucht. 

Weste – „Wir haben im Himberger Kindergarten vor fünf Jahren Krippenplätze für zehn Kinder geschaffen, inzwischen liegen über 30 Anmeldungen vor“, informierte Westes Bürgermeister Achim Ritzer auf der jüngsten Ratssitzung im Dorfgemeinschaftshaus in Oetzendorf.

Der Kindergarten platzt aus allen Nähten, es besteht dringender Handlungsbedarf.

Eltern aus den Gemeinden Himbergen, Weste, Stoetze und Römstedt geben ihre Kinder in die Einrichtung, die die Gemeinden einst gemeinsam konzipierten und nach einem festgelegten finanziellen Schlüssel betreiben. „Wir Bürgermeister sind aktiv geworden und haben nach Lösungen gesucht, 30 Krippenplätze zu schaffen“, sagte Ritzer. Er teilte auch mit, dass verschiedene Varianten angesehen wurden.

Eine Erweiterung des Kindergartens wird durch den Ankauf eines anliegenden Grundstücks möglich. Ritzer sieht auch den Landkreis mit in der Pflicht. Es wird mit einem Bauvolumen von 1,8 Millionen zu rechnen sein. „Davon werden anteilig auf unsere Gemeinde 16 Prozent entfallen“, gab Ritzer bekannt.

Doch bis ein Anbau 2020 fertiggestellt sein sollte, muss eine Lösung gefunden werden. Eine Container-Lösung sei vorgeschlagen worden, die in einem Jahr Kosten von 180.000 Euro verursachen würde, äußerte Ritzer. Allerdings gäbe es eine Lösung, die weniger Kosten verursacht. Das Gemeindehaus der Kirche könnte für 120.000 Euro umgebaut werden. Mit dem Kirchenvorstand in Himbergen haben Gespräche stattgefunden. Es stehen somit 60.000 Euro zur Diskussion. Aus wirtschaftlichen Gründen wäre das anzustreben. Einstimmig sprach sich der Rat dafür aus, einen entsprechenden Antrag zu stellen.

Für Diskussionsstoff sorgte der Tagesordnungspunkt der Übertragung der Kindergärten und Krippen auf die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf. Die Gemeinde Emmendorf hat einen entsprechenden Antrag gestellt, erklärte Ritzer und informierte über die Hintergründe, die dazu führten. „Emmendorf sollte das so wie Weste machen und mit anderen Gemeinden Vereinbarungen treffen“, rät Ritzer und sieht eine Verdoppelung der Samtgemeindeumlage auf die Kommune zukommen, wenn der Antrag durchkommt. Einstimmig sprach sich der Rat Weste gegen eine Übertragung aus.

VON GUDRUN KIRICZI

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