80 Prozent stimmen in Befragung für das Konzept / Forderung nach zeitnaher Raum- und Küchenausstattung

Himberger Eltern wollen Ganztagsschule

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Die Grundschule Himbergen will als Ganztagsschule an zwei Nachmittagen in der Woche Unterricht abhalten.

Himbergen. Die Grundschule Himbergen hat die entscheidende Hürde hin zur Ganztagsschule genommen: Die betroffenen Eltern stimmten jetzt in einer Befragung mit mehr als 80 Prozent für die Neuorientierung.

Wichtig war das Votum, weil die Grundschule ein besonderes Konzept verfolgt. „Während die allermeisten Grundschulen nur ein Betreuungsangebot nachmittags anbieten, wird die Grundschule Himbergen als erste Grundschule im Landkreis Uelzen auch nachmittags an zwei Tagen verbindlich Unterricht anbieten“, so Schulleiterin Astrid Gebert.

„Uns haben die vielen pädagogischen Möglichkeiten überzeugt, die unseren Kindern zu Gute kommen werden. Ich nenne das eine pädagogische Ganztagsschule“, sagt Michael Nagel, Vorsitzender des Schulelternrats. Eine einstimmige Zustimmung im Schulvorstand, Beratungsgespräche, Fortbildungen und Arbeitskreissitzungen in der Samtgemeinde sind der Abstimmung vorausgegangen.

„Wir werden nun alles daran setzen, dass die Grundschule die benötigte Raum- und Küchenausstattung erhält“, äußert sich Nagel in Richtung der Samtgemeindepolitiker. Astrid Gebert ergänzt: „Wir sorgen uns darum, dass die beabsichtigten Baumaßnahmen erst im Mai 2018 beginnen, sodass der Start des Ganztagsschulbetriebs ab August 2018 nur mit Einschränkungen erfolgen kann“. Hier sei die Verwaltung der Samtgemeinde gefordert, denn die finanziellen Mittel für den Ganztagsschulausbau stehen nach Beschluss des Haushalts 2017 bereit.

Auf die seitens der Politik und Verwaltung geäußerte Kritik, dass die Forderungen nach einer Küche mit frisch zubereitetem Essen überzogen seien, antwortet Nagel: „Wir wollen gesundes und schmackhaftes Essen für unsere Kinder. Die bereits etablierte Versorgung mit frisch zubereitetem Mittagessen muss erhalten und ausgebaut werden.“ Die Einhaltung kleiner Verarbeitungskreisläufe sowie der Erhalt von Arbeitsplätzen in der Region seien weitere beachtenswerte Gesichtspunkte. Michael Nagel deutet auch an, dass die Eltern im Rahmen eines gemeinnützigen Vereins aktiv unterstützen werden.

Die Eltern- und Kinderbedürfnisse in Bezug auf ein Ganztagsschulangebot unterscheiden sich stark, erklärt Astrid Gebert: „Manche Eltern haben zeitlich weitergehende Wünsche, die die Ganztagsschule in Niedersachsen zurzeit nicht abdecken kann“. Hier würde man aber gemeinsam mit den Bürgermeistern der Gemeinden Himbergen, Römstedt, Stoetze und Weste nach Lösungen suchen.

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