Musiker Uelzens kamen zum Kreisposaunenfest am Wochenende nach Niendorf I

Highlight „Highland Cathedral“

Beeindruckendes Bild: Posaunenchöre des Kreises vereint.

Niendorf I. Ein fulminanter Fortissimo-Akkord zum Fine des bewegenden Jubiläumskonzerts zum Kreisposaunenfest am Wochenende in der Scharnhop-Scheune in Niendorf ließ das Publikum geradezu erstarren, was sich dann im heftigen Applaus löste.

180 Posaunenchorbläser aus dem Kirchenkreis Uelzen, der Spielmannszug aus Eddelstorf und ein Dudelsackspieler beendeten mit dem bekannten „Highland Cathedral“ besondere Spätnachmittagsstunden.

Der Moderator Roland Jung deutete es gleich nach einer Suite zum bekannten Choral „Lobe den Herrn“ an: „Es gibt heute drei bedeutende Punkte: das Kreisposaunenfest, das 100-jährige Jubiläum des Altenmedinger Posauenchors genau am Gründungsdatum, dem 23. Juni, und ‘Hans will nicht mehr’, also den Posaunenchorleiter-Ruhestand von unserem Leiter Hans Kramer.“

Und alle drei Punkte kamen zum Zuge. Die vielen Posaunenchorbläser aus den Kirchengemeinden hatten sich lange vorbereitet, um nun unter Leiteung vom Landesposaunenwart Ulf Pankoke ein vielschichtiges Programm zu spielen, das vom Spiritual, über eine barocke Telemann-Suite, dem gefühlvollen Satz „Herr deine Güte reicht so weit“ von Erhard Grell bis hin zum flott, swingenden modernen Bläserstück reichte. Eine Gemeinschaftsarbeit, die sie nach nur einer Generalprobe kurz vorher meisterten. Dr. Theodor Elster, der ehemalige Landrat, nahm gerne die Einladung zum Festvortrag mit dem Thema „Die kulturelle Bedeutung der Posaunenchöre Uelzen an“. Er beschrieb seine Beziehung zum Posaunenchor und machte anhand von fünf Strophen in einer Rede sein Loblied zur Posaunenchorarbeit, und insbesondere der vom Posaunenchor Altenmedingen, deutlich. Unter den Überschriften Kirche und Kirchenmusik, Dorf und Kommune, die Gemeinschaft, und die Völkerverständigung würdigte er das Wirken der Bläser. „Verkündigung, Musikkultur und Völkerverständigung – darin zeichnen sich die Posaunenchöre aus, geradezu als Familie in gemeinschaftsfördernder Zusammenarbeit. „Musik verbindet“, machte Dr. Elster verständlich, hob dabei vor allem die Jugendarbeit hervor. „Eine segensreiche Arbeit“. Sein Wunsch: „Dass es so weiter geht!“

Von Ute Bautsch-Ludolfs

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