Neuer gwk-Park in Ebstorf fast vollständig vermietet

„Hier muss man nur wohnen“

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Vier solcher Wohnhöfe gibt es im Ebstorfer gwk-Wohnpark an der Bahnhofstraße. Im Sommer haben die Bewohner Gelegenheit, sich hier zu treffen und die Nachbarschaft zu pflegen. 

Ebstorf. Ein Markenzeichen haben die 20 Wohnungen, die an der Ebstorfer Bahnhofstraße 37 bis 43 entstanden sind, alle gemeinsam: eine leuchtend orange Eingangstür.

Doch auch alles andere in den vier Wohnhöfen, die in den vergangenen zwölf Monaten von der Gesellschaft für Wohnungsbau des Kreises Uelzen (gwk) hochgezogen worden sind, kann sich sehen lassen. Das finden auch die Mieter, die dort bereits eingezogen sind. Nur zwei Wohnungen sind zurzeit noch zu haben.

„Wir fühlen uns hier sehr wohl“, sagt Holger Wohlfahrt gestern Vormittag der AZ. Der Lüneburger ist am 1. Januar mit seiner Frau in eine der Zwei-Zimmer-Wohnungen des gwk-Wohnparks eingezogen. Die Lüneburger Wohnung war dem Paar zu groß geworden. „Wir wollten uns verkleinern“, erklärt Holger Wohlfahrth. „Außerdem sind auch unsere Kinder hier in der Nähe, und wir können alles Wichtige, zum Beispiel Supermärkte, gut zu Fuß erreichen.“

So wie den Wohlfahrts ergeht es vielen neuen Bewohnern an der Ebstorfer Bahnhofstraße, weiß Sarah Bombeck. „Die meisten sind hierher gezogen, weil ihnen ihre Wohnungen oder Häuser zu groß geworden sind, oder weil ein Partner verstorben ist und sie nun allein sind“, berichtet die Abteilungsleiterin fürs Immobilienmanagement bei der gwk. Gleichzeitig räumt sie aber auch mit einem Gerücht auf, das offenbar im Klosterflecken immer noch die Runde macht: „Es handelt sich hier nicht um eine Seniorenwohnanlage“, betont Sarah Bombeck. „Der Wohnpark ist für Mieter in jedem Alter da.“ So sei der jüngste Mieter zurzeit 21 Jahre alt, die ältesten Bewohner seien über 80.

Knapp 2 Millionen Euro hat die gwk – inklusive Abriss der vorigen, in die Jahre gekommenen Wohnanlage – an dem Standort investiert. Alle 20 Wohnungen haben zwei Zimmer, sind entweder 52 oder 63 Quadratmeter groß, durchweg barrierefrei und verfügen allesamt über eine Terrasse und Abstellräume. In jedem der vier Wohnhöfe gibt es außerdem eine Kommunikationsfläche – mit Sitzbank und Bepflanzung – als Treffpunkt für die Bewohner.

„Die Mieter müssen sich hier um nichts kümmern“, sagt Sarah Bombeck. Rasenmähen, Mülltonne an die Straße stellen und zurzeit das lästige Schneeschippen vor der Haustür – alles werde von der gwk erledigt. „Eigentlich“, bringt es die Immobilienfachfrau auf den Punkt, „muss man hier nur wohnen.“

Von Ines Bräutigam

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