28 Betten für Intensiv-Patienten

Herz- und Gefäßklinik Bad Bevensen weiht neuen Gebäudetrakt ein

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Bad Bevensens Bürgermeister Martin Feller (links) und Bauamtsleiter Roland Klewwe (rechts) informierten sich gestern bei HGZ-Mitarbeiter Gunnar Gutke über die Technik der Intensivstation. 

Bad Bevensen – Von der papierlosen Krankenakte, über Patientenlifte, um den Pflegern die Arbeit zu erleichtern, bis zu vollklimatisierten Räumen, die neue Intensivstation des Herz- und Gefäßzentrums (HGZ) bietet laut Vorstand Dirk Ludemann alles, um mit hochmoderner Ausstattung für hohe Qualität und Sicherheit bei der Versorgung der Patienten zu sorgen.

Sie wurde gestern feierlich eingeweiht. Die Technik vereinfache viele Arbeitsabläufe für die Mitarbeiter. Damit werde Zeit für die Patienten gewonnen. Der 28 Betten umfassende Anbau vereinigt die bisher in verschiedenen Teilen der Klinik befindlichen Intensivstationen und wurde gestern feierlich eingeweiht.

„Die Patientenlifte sind eine ungeheure Erleichterung in der alltäglichen Arbeit“, sagt Matthias Jarchow, Pflegeleiter der Intensivstation. Die Patienten sind oft in Vollnarkose und müssen mehrmals am Tag umgelagert werden, damit sie sich nicht wundlegen. Oder auf einen Stuhl gesetzt werden, um die Lungenfunktion zu erhalten. „Durch die Lifte hoffen wir, berufsbedingte Rückenprobleme bei den Pflegern zu vermeiden“, sagt Jarchow. Und auch die neuen Räume mit höchstens zwei Betten böten Patienten, Angehörigen sowie Pflegern mehr Intimsphäre, als die alte Stationen, wo alle acht Intensivbetten in einem Raum untergebracht waren. Die Räume selbst sind lichtdurchflutet mit großen Panoramafenstern ausgestattet. Damit Pfleger schnell reagieren können, gibt es Fenster zwischen den Räumen, um auf Notfälle aufmerksam machen zu können, so Jarchow.

„Mit dem neuen Trakt wird die Qualität der exorbitant guten Klinik weiter gesteigert“, sagte Dr. Boris Robber, Referatsleiter Krankenhäuser des niedersächsischen Sozialministeriums, gestern bei der Eröffnung. Die Region müsse sich mit ihrer Kliniklandschaft nicht verstecken.

Für den Anbau wurden fast 90 000 Tonnen Beton verbaut und rund 75 Kilometer Daten- und Stromkabel verlegt. Durch die Zusammenfassung der Intensivstation werden laut Dr. Aiman Alken, stellvertretender ärztlicher Direktor des HGZ, alle medizinischen Disziplinen – Anästhesisten, Kardiologen und Chirurgen – an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr vor Ort sein. Außerdem soll durch ein modernes Alarm-Management-System bei der Medikation die Belastung für Mitarbeiter und Patienten auf ein Minimum reduziert werden. Der Pfleger wisse jetzt fünf Minuten, bevor der Alarm losgeht, dass der Tropf ausgetauscht werden muss.

Insgesamt werden 25 Millionen Euro am HGZ investiert, gefördert durch das Land Niedersachsen. Nächster Schritt sind Umbauarbeiten im Bestand.

VON LARS LOHMANN

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