Ehemaliges Feriendorf: Eigentümer Röper sucht noch Investoren für 20-Millionen-Euro-Projekt

„Heiße Phase“ am Mühlenweg

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Auf der kargen Fläche im Kurgebiet sollen ein Luxus-Hotel und 25 Bungalows entstehen.

Bad Bevensen. Ein Hotel mit 100 Zimmern und insgesamt 25 Bungalows sollen auf dem Gelände des ehemaligen Hamburger Feriendorfes am Mühlenweg im Bevenser Kurgebiet entstehen – ein Projekt im Wert von 20 Millionen Euro, das dem Bevenser Thomas Röper, Geschäftsführer der BD Bad Bevensen Hotel- und Handelsgesellschaft mbH, vorschwebt.

„Wir wollen das teuerste Hotel in ganz Bevensen werden – daraus mache ich keinen Hehl“, sagt Röper, dem auch das Bevenser Restaurant „Nautilus Diner“ gehört. Die Änderung des Bebauungsplans für das Grundstück am Mühlenweg möchte Röper noch dieses Jahr auf den Weg bringen – eine Grundvoraussetzung für die Umsetzung des Projekts.

2008 hatte er das Gelände nahe der ehemaligen Diabetes-Klinik gekauft. 2011 wurden die 51 Baracken aus den 60er Jahren – Überbleibsel des ehemaligen Feriendorfes – abgerissen und etwa 1000 Bäume gerodet, um auf dem 48 000 Quadratmeter großen Gelände Platz für 30 Ferienbungalows der gehobenen Klasse zu machen. Das Projekt geriet ins Stocken – unter anderem, weil Zuschüsse ausblieben. Röper modifizierte sein Projekt und startet nun in die „heiße Phase“, wie er sagt.

Das Hotel – zwei kreisförmige aneinander angegliederte Baukörper – soll auf zwei Stockwerken Suiten in vier Kategorien bieten. Die Zimmer werden wabenförmig angeordnet. Im Flur laufen die Räume leicht verschlankend zusammen, sodass Platz für Kunstobjekte gewonnen werde, so Röper. In der Mitte des Gebäudes entstehen zwei Zylinder, die atriumartig mit Pflanzen und Kunstobjekten gestaltet werden und für die Gäste des Hotels vom Flur aus einsehbar sein sollen. Ein Restaurant mit 250 Plätzen samt großzügiger Außenterrasse ist so wie ein Tagungsbereich für 150 Gäste geplant.

Thomas Röper

Verbunden ist das Hotel mit den 25 hochwertigen und auf drei Ebenen angelegten Bungalows über ein großzügiges Wegenetz. Zehn dieser geplanten Bungalows seien bereits Investoren versprochen. „Die sind quasi vertragsfertig“, sagt der 58-jährige Röper. Geplant ist, dass die Einzelhäuser von der BD Bad Bevensen Hotel- und Handelsgesellschaft mbH gebaut und dann an andere Geldgeber weiterverkauft werden. Auf Wunsch vermietet Röper die Bungalows dann für die Inhaber weiter. Finanziert werden soll das Projekt über Geldgeber, die 4,5 Prozent Zinsen von der Hotel und Handelsgesellschaft mbH. Weitere Investoren werden gesucht.

Gekoppelt wird der Hotelkomplex an ein Projekt: Ein Grundstück zwischen dem ehemaligen Feriendorf und der stillgelegten Diabetes-Klinik möchte Röper an einen Investor verkaufen, der dort barrierefreies Wohnen plant. Die Verträge seien kurz vor Abschluss. Angedacht sei es, den Bewohnern zu ermöglichen, das Hotelrestaurant samt Wellnessbereich zu Sonderkonditionen zu nutzen.

Von Wiebke Brütt

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