Weltweit größte Industriemesse in Hannover eröffnet / Gummiteile aus Bevensen

Handschlag vom Computer

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Bundeskanzlerin Angela Merkel geht bei der Eröffnungsrunde auf der Hannover-Messe auf Tuchfühlung mit einem Roboter. Enrique Pena Nieto, Präsident des Gastlandes Mexiko, und seine Frau Rivera de Peno haben ihren Spaß. 

Hannover. 5000 Aussteller aus 75 Ländern, 1400 Events, 220 000 erwartete Besucher: Die Hannover-Messe ist die weltweit wichtigste Industriemesse.

Auf der Hannover-Messe: Claus Campe von der Karl Popp GmbH mit einem Kunststoffteil aus Bevenser Produktion. 

Auch acht Unternehmen aus dem Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg präsentieren sich seit gestern in den Messehallen. Die Karl Popp GmbH aus Bad Bevensen steht zwar nicht auf der Ausstellerliste, ihre Produkte werden jedoch am Stand der Späh-Gruppe gezeigt, zu der Popp gehört.

Der Bevenser Betrieb hat sich einen Namen mit Dichtungen und Kunststoffteilen gemacht. Seine Spezialität ist die Fertigung mit Wasserschneidetechnik. „Wir sind in ganz vielen Alltagsdingen drin, wo man uns nicht vermutet“, sagt Markus Bauer, geschäftsführender Prokurist bei Popp. Auf der Messe in Hannover geht es darum, Kontakte zu den Industrieunternehmen zu pflegen, die Teile aus Bevensen einbauen.

„Die Anzahl der Aussteller ist das, was den Wert der Hannover-Messe ausmacht“, betont Lars Heidemann von der IHK Lüneburg. Auch die Iris GmbH aus Lüneburg nutzt die Chance. Das Unternehmen stellt Industrie-Messtechnik her. Vertreten ist auch Wolf Power Systems, ein Spezialist für Blockheizkraftwerke aus Gorleben. Der Standort Wolfsburg der Ostfalia-Hochschule stellt einen innovativen Fahrzeug-Ladeboden vor.

Schlagwort der Hannover-Messe ist die Industrie 4.0. Der Maschinenbau wird digitalisiert. Die Produktion wird vernetzt. Künstliche Intelligenz zieht in die Fabriken ein. Maschinen lernen, sich selbst zu optimieren. Roboter sind überall auf dem Messegelände. Einer wird gestern von Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich per Handschlag begrüßt.

Die deutsche Industrie rechnet nach einem stabilen Aufschwung in diesem Jahr mit keinen zusätzlichen Wachstumssprüngen. „Besser als in diesem Jahr wird die Konjunktur wohl nicht mehr“, sagte der Präsident des Industrieverbandes BDI, Dieter Kempf. Im neunten Jahr des Aufschwungs präsentiere sich die deutsche Wirtschaft aber robust.

Von Gerhard Sternitzke

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