Baugebiete in Bad Bevensen und Ebstorf boomen / Weitere Flächen sind bereits in Planung

Häuslebauer stehen Schlange

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Die ersten Pflöcke sind eingeschlagen: Hier, im Baugebiet „In der Hese III“, entstehen 33 Bauplätze, die so begehrt waren, dass bereits der nächste Abschnitt, „In der Hese IV“, mit weiteren 30 Grundstücken geplant wird. 

Bad Bevensen/Ebstorf. Die Stadt Bad Bevensen und der Klosterflecken Ebstorf kommen mit dem Ausweisen neuer Baugebiete kaum noch hinterher: Die beiden größten Orte der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf sind derzeit bei Häuslebauern offensichtlich heiß begehrt.

So hat der Rat der Stadt Bad Bevensen gerade erst grünes Licht für die Erschließung eines neuen Baugebiets am Elbe-Seitenkanal – „In der Hese III“ – gegeben, und schon sind alle 33 dort angebotenen Bauplätze an den Mann gebracht. 23 davon sind fest verkauft, für sieben müssen noch Kaufvertragsentwürfe beim Notar unterschrieben werden und die drei übrigen Bauplätze sind bereits reserviert. „Springt einer der Interessenten ab, dann stehen drei weitere auf der Bewerbungsliste“, berichtet Samtgemeindesprecher Jörn Nolting. Schon jetzt wird der nächste Abschnitt „In der Hese IV“ mit weiteren rund 30 Bauplätzen geplant. Und auch das kleinere Baugebiet „Ebstorfer Straße“ läuft gut: Noch ein freies Grundstück und eine Reservierung sind hier zu verzeichnen.

„Wir freuen uns sehr, dass die Stadt Bad Bevensen mit ihrer guten Infrastruktur für Bauinteressenten so interessant ist“, sagt Stadtdirektor Hans-Jürgen Kammer. Doch auch Ebstorfs Gemeindedirektor Wilhelm Oelstorf hat allen Grund zur Freude: Im Neubaugebiet „An der Hofkoppel“ sind noch fünf Grundstücke von 21 zu haben, wobei eines davon bereits unverbindlich reserviert wurde.

Um der Nachfrage gerecht zu werden, plant auch der Klosterflecken schon das nächste Baugebiet: südlich des Wessenstedter Weges. „Für die 35 Grundstücke hätten wir bereits 25 Interessenten auf unserer Vormerkliste“, weiß Gemeindedirektor Wilhelm Oelstorf.

Einerseits die anziehenden Immobilienpreise im Hamburger Speckgürtel und andererseits die gute Erreichbarkeit von Lüneburg und Hamburg sprechen die Häuslebauer in der Samtgemeinde an. In Bad Bevensen zahlt man für den Quadratmeter vollerschlossenen Baulands durschnittlich 72 Euro, in Ebstorf sind es im Schnitt 65 Euro, sagt Oelstorf, der auch Kämmerer der Samtgemeinde ist.

Was das Baugebiet „In der Hese III“ betrifft, stammen etwa zwei Drittel der Bauplatzkäufer aus dem Kreisgebiet, erläutert Jörn Nolting. Etwa die Hälfte von ihnen sind bereits Bevenser, die andere Hälfte kommt aus dem Landkreis. „Beim anderen Drittel handelt es sich um überregionale Käufer, die den Ort größtenteils durch eine Kur kennengelernt haben.“

Sieben Familien, die „In der Hese III“ leben möchten, haben Kinder. Die Kinderförderung – ein Zuschuss der Stadt Bad Bevensen – greift für insgesamt 15 Kinder. Hinzu kommen zehn Paare bis 40 Jahren ohne Kinder. Auch einige Bauträger haben Grundstücke zur Projektierung von Eigenheimen gekauft.

Letzteres kommt in Ebstorf so gut wie gar nicht vor. Überwiegend Pärchen und junge Familien hätten hier Bauplätze erstanden, sagt Wilhelm Oelstorf. Die meisten von ihnen kämen aus dem Kreisgebiet, etwa zehn bis 15 Prozent von außerhalb – vor allem aus dem Raum Lüneburg.

Von Ines Bräutigam

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