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BBM-Geschäftsführer Gerhard Kreutz stellt Übernachtungszahlen für 2021 vor

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Gerhard Kreutz, BBM-Geschäftsführer, vor dem Bevenser Kurhaus
BBM-Geschäftsführer Gerhard Kreutz sieht mehr Sonnenschein als Regen. 2021 zählte er 40 Prozent weniger Übernachtungen als vor Corona, machte aber viele positive Trends für die Zeit nach der Pandemie aus. © Sternitzke, Gerhard

Corona hat Bad Bevensen schwer getroffen. Lockdown, Beschränkungen und die Zurückhaltung besorgter Gäste spiegeln sich auch in den Zahlen. Gut 138 000 Übernachtungen zählte die städtische Bad Bevensen Marketing GmbH (BBM) im vergangenen Jahr. Das sind zwar zwölf Prozent mehr als im ersten Corona-Jahr, aber immer noch 40 Prozent weniger als 2019. Dennoch gibt es viele positive Signale für die Zukunft des wichtigsten Wirtschaftsfaktors in der Kurstadt.

Bad Bevensen – „Natürlich sehen wir die Corona-Auswirkungen. Aber wir sehen, da ist mehr Sonnenschein als Regen“, meint BBM-Geschäftsführer Gerhard Kreutz. Zwar konnten die Hotels und Pensionen die Verluste des zweiten Lockdowns nicht wieder wettmachen, aber ab Juni, als auch die Therme wieder offen war, erlebte die Kurstadt einen kleinen Boom.

August übertraf das Vor-Corona-Jahr 2019 um vier Prozent

Bester Monat war der August, als mit über 27 000 Übernachtungen sogar das Vor-Corona-Jahr 2019 um vier Prozent übertroffen wurde. Dabei zog Bad Bevensen auch deutlich mehr jüngere Gäste an. So verdreifachte sich der Anteil der 21- bis 40-Jährigen auf 30 Prozent.

„Die Leute wollen wieder in den Urlaub fahren und sich wohlfühlen“, so interpretiert Kreutz die Zahlen. Gefragt waren vor allem Ziele abseits des Massentourismus, die Möglichkeit, sich auf Abstand zu erholen. Die Besucher schätzen die Gelegenheit, spazieren zu gehen, zu wandern und Rad zu fahren. „Der Trend ist Natur- und Gesundheitsurlaub – genau das, was wir haben“, sagt Kreutz.

40 Prozent mehr Wohnmobil-Übernachtungen

Ferienwohnungen und Wohnmobile sind die Möglichkeit, besonders kontaktarm Urlaub zu machen. So wurden 3700 Übernachtungen in Wohnmobilen gezählt, satte 39 Prozent mehr als im letzten Jahr vor Corona. Der Stellplatz am Waagekai, direkt am Kanal, hat viele Stammgäste, aber der im Mai eröffnete neue Platz am Kurhaus wurde ebenfalls sehr gut angenommen. Ab Oktober wurden dort sogar mehr Gäste gezählt als am Kanal.

Positive Trends gibt es auch in weiteren Bereichen. So wird das Kurhaus immer beliebter als Ort für Tagungen, Fortbildungen und Hochzeiten. 2021 brachte es Mieteinnahmen von fast 80 000 Euro, fünf Prozent mehr als vor Corona. Und die Souvenirs aus den Touristinformationen im Kurhaus und im Bahnhof sind der Renner. Mit Hans-Hermann-Figuren, Heideprodukten und Landkarten legte die BBM noch einmal um neun Prozent gegenüber 2019 zu.

Das Veranstaltungsprogramm hat die BBM-Mitarbeiter auf Trab gehalten. Immer wieder mussten sie flexibel auf Verordnungen und Absagen reagieren. Knapp 6600 Tickets wurden verkauft, weniger als halb so viel wie 2019. Auch hier zeigt sich, dass die Outdoor-Veranstaltungen besonders gut besucht wurden. Als Ersatz fürs Stadtfest gab es das Picknick im Park, das so gut lief, dass es im Mai eine Neuauflage gibt.

Insgesamt sieht Gerhard Kreuz viele positive Trends, von denen die Kurstadt auch nach Corona profitieren wird: „Die Jüngeren werden wieder nach Mallorca fliegen, aber der Trend geht zum Zweit- und Dritturlaub – und die werden wir gewinnen.“

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