Vater kritisiert nach einem Jahr erneut Probleme beim Busumstieg

Grundschüler stranden in Bevensen

Der Schulbus nach Bad Bevensen, für die Schüler erkennbar am blauen Elefanten.
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Erneut schildert ein Vater Probleme beim Busumstieg für Kinder aus der Grundschule Altenmedingen. Einmal muss ein anderer Fahrer einem Bus in Bevensen hinterherlaufen, damit er die Kinder nach Himbergen mitnimmt.

Endstation Bad Bevensen. Zweimal in der vorigen Woche bleiben Schulkinder an der Bevenser Waldschule stehen. Der Bus kommt von der Grundschule Altenmedingen, doch der Anschlussbus in Richtung Himbergen ist nicht zu sehen. Einmal wäre der Bus weggewesen, wenn nicht ein anderer Fahrer hinterhergelaufen wäre. So schildert es Kai Friesch aus Römstedt.

Bad Bevensen – Für den Vater einer Schülerin ist es wie ein Deja-vu, hat er doch schon vor einem Jahr Unregelmäßigkeiten bei der Schülerbeförderung kritisiert (AZ berichtete). Wenn Schüler am Umstieg in Bad Bevensen stranden, müssen Väter und Mütter mit dem Elterntaxi einspringen. Auch Kai Friesch hat Konsequenzen gezogen: „Wir haben unserer Tochter jetzt ein Handy besorgt“, berichtet er. Aber damit ist die Sache nicht erledigt. „Die ganze Umsteigesituation funktioniert nicht“, moniert der Vater. „Ich kann nicht verstehen, dass nicht gehandelt wird.“ Nicht einmal die Schule werde über die Ausfälle informiert. „Die Kinder verlieren das Vertrauen in den Bustransport.“

Landkreis-Sprecher Martin Theine betont, der Umstieg der Grundschüler habe in den vergangenen Monaten gut geklappt und nicht alle von Friesch behaupteten Termine seien nachzuvollziehen. „Dass ein Fahrer einem Bus nachgelaufen ist, um ihn zu stoppen, entspricht dagegen den Tatsachen. Dieser Fahrer hat korrekt und engagiert gehandelt und den Umstieg auf diese Weise noch gesichert.“

RBB entschuldigt sich

Am Freitag sei der Umstieg laut RBB aufgrund fehlerhaften Verhaltens des betreffenden Fahrers nicht planmäßig abgelaufen. Dies habe nachweislich eine erhebliche Verspätung zur Folge gehabt, teilt Theine mit und fügt hinzu. „Die RBB bittet diesbezüglich alle Betroffenen um Entschuldigung.“

Fehlerhaftes Verhalten trete vor allem dann auf, wenn krankheitsbedingt anderes Fahrpersonal eingesetzt werden müsse. Auch dieses sei selbstverständlich geschult, dennoch seien interne Anweisungen nicht beachtet worden. „Der Landkreis Uelzen hat aufgrund des Vorfalls das Verkehrsunternehmen angewiesen, das Fahrpersonal nachdrücklich auf dessen Pflichten hinzuweisen“, betont der Sprecher.

„Die Kritik nehmen wir sehr ernst, ist es doch auch für uns nicht zufriedenstellend, wenn es zu Einschränkungen kommt“, betont eine Sprecherin der Deutschen Bahn als Muttergesellschaft der RBB. Man befinde sich regelmäßig im Gespräch mit dem Landkreis, um Kritikpunkte zu klären.

„Grund am Dienstag war ein schwerer Unfall, der im Bereich Bad Bevensen überall für Schwierigkeiten sorgte“, informiert die Sprecherin weiter. „Am Freitag gab es einen Irrtum einer unserer Fahrer, wofür wir uns auch bereits entschuldigt haben.“

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