Ein Pavillon für das Dorf

Gollerner wollen in Eigenleistung Raum für Veranstaltungen bauen

Wünschen sich einen Dorfpavillon anstelle des alten Feuerwehrhauses in Gollern (von links): Myriam Behne, Ulrike Schrötke, Elena Breuer, Ortsvertrauensfrau Barbara Fischer und Erika Müller.
+
Wünschen sich einen Dorfpavillon anstelle des alten Feuerwehrhauses in Gollern (von links): Myriam Behne, Ulrike Schrötke, Elena Breuer, Ortsvertrauensfrau Barbara Fischer und Erika Müller.

Gollern – Winzig klein ist das alte Feuerwehrhaus in Gollern. Auf wenigen Quadratmetern halten die Aktiven bislang ihre Versammlungen ab.

Nach der Fusion mit den Wehren aus Hesebeck und Röbbel wird das Häuschen mit dem spitzen Dach ebenso wenig gebraucht wie der seit Jahren leer stehende Turm, in dem früher die Schläuche getrocknet wurden. An dieser Stelle plant die Dorfgemeinschaft nun einen Pavillon. Möglich werden soll das durch die 10.000 Euro, die in diesem Jahr von der Stadt Bad Bevensen jeweils für die Ortsvertrauensleute zur Verfügung gestellt werden. Doch die Zeit drängt.

So könnte der Dorfpavillon nach einer Zeichnung von Tischler Ulf Behne aussehen. 

„Wir wollen einen Raum haben, wo Veranstaltungen stattfinden können“, erklärt Ortsvertrauensfrau Barbara Fischer. Fischessen, Glühweinabend und Laternenumzug, die bislang in den beiden Fahrzeuggaragen der Freiwilligen Feuerwehr unterkamen, sollen hier und auf der Terrasse vor dem Pavillon gefeiert werden. Auch ein Dorffrühstück ist geplant.

„Hinzu kommt, dass wir keine öffentlichen Toiletten und keinen Wasseranschluss haben“, berichtet Barbara Fischer. Dabei sei die 800 Jahre alte Gollerner Burgkapelle auf den Fahrradkarten eingezeichnet. „Die Besucher pinkeln dann auf den Kapellenhof oder auf die benachbarten Grundstücke“, weiß die Ortsvertrauensfrau zu berichten. Für die Besucher sollen die beiden Toiletten im Pavillon offenstehen. „Diese Menschen sind länger unterwegs und haben ein Bedürfnis“, sagt Barbara Fischer dazu.

Dorfbewohner Ulf Behne, von Beruf Tischlermeister, hat den Plan für ein Gebäude in Holzrahmenbauweise gezeichnet. Auf 40 Quadratmetern soll der Versammlungsraum mit zwei Toiletten, Küchenzeile und Garderobe Platz finden. So wie er wollen Einwohner und ansässige Firmen den Neubau nach Abriss des alten Feuerwehrhauses in Eigenarbeit realisieren. „Wir haben tatkräftige Männer und Frauen mit den entsprechenden Gerätschaften im Dorf“, betont Barbara Fischer. Nur der Wasseranschluss und die Elektroinstallation sollen vergeben werden.

Gemessen an den Quadratmetern ist es ein kleines Vorhaben, für die Gollerner hat es eine hohe Bedeutung. Umso größer die Besorgnis, dass die eingeplante Summe zum Jahresende ungenutzt verfällt. „Wir fühlen uns ein bisschen unter Zugzwang“, sagt Ortsvertrauensfrau Fischer. „Wir wünschen uns dieses Jahr die Genehmigung, dass wir wenigstens das Material kaufen können.“

VON GERHARD STERNITZKE

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare