1. az-online.de
  2. Uelzen
  3. Bad Bevensen

Lünecom will 15.000 Haushalte in Bevensen, Ebstorf und Uelzen mit schnellem Internet versorgen

Erstellt:

Kommentare

Glasfaserkabel  schauen aus der Baustelle.
Die Lünecom will Bad Bevensen, Ebstorf und Uelzen mit schnellem Internet per Glasfaser versorgen. © dpa

Die Bautrupps, die Glasfaserkabel unter die Erde bringen, sind ein vertrautes Bild im Uelzener Kreisgebiet. Nach den sogenannten weißen Flecken sollen nun auch bereits besser versorgte Gebiete schnelles Internet erhalten, nämlich die Stadt Bad Bevensen, der Klosterflecken Ebstorf sowie die Hansestadt Uelzen. Die Lünecom Kommunikationsdienstleistungen GmbH will innerhalb von nur einem Jahr bis zu 15 000 Haushalte anschließen.

Bad Bevensen/Ebstorf/Uelzen – 250 bis 10 000 MBit in der Sekunde sollen möglich sein. Die Vorvermarktung startet jetzt.

Bei dem vom Landkreis finanzierten Glasfaserprojekt ist das Lüneburger Unternehmen Pächter des fertigen Netzes, nun will es auch die Leitungsinfrastruktur auf eigene Rechnung erstellen. Möglich ist die Millioneninvestition, nachdem die Schweizer Großbank UBS zu 100 Prozent eingestiegen ist. Eine Summe für das neue Vorhaben nennt die Lünecom nicht. In einer Pressemitteilung zur Übernahme durch die UBS kündigte das Unternehmen jedoch an, 160 Millionen Euro zu investieren, um 100 000 Haushalte anzuschließen.

„Wir rüsten Uelzen, Bad Bevensen und Ebstorf mit Glasfaser für die Zukunft“, erklärt Geschäftsführer Richard Krause. „Denn der Bedarf nach schnellem und stabilem Internet ist nach wie vor groß, weshalb wir auf einen eigenwirtschaftlichen Ausbau setzen.“ Dabei greife man auf langjährige Erfahrungen beim Ausbau etwa auf den Nordfriesischen Inseln sowie im Landkreis Lüneburg zurück.

Die Lünecom derzeit nach eigenen Angaben 60 Mitarbeiter. Bis zum Jahresende will man auf 70 Beschäftigte aufstocken. Für Vertrieb, Technik und Tiefbau arbeitet das Unternehmen mit Dienstleistern zusammen.

Das Prinzip ist ähnlich wie beim Pilotprojekt des Landkreises. Gebaut wird, wenn es innerhalb der Vorvermarktung genug Anmeldungen in dem jeweiligen Gebiet gibt. Die Tiefbauarbeiten sollen im zweiten Quartal 2023 beginnen. Bei einer Anmeldung bis zum 28. Februar soll der Hausanschluss kostenfrei sein.

„Das ist für uns eine super Geschichte“, sagt Samtgemeindebürgermeister Martin Feller (Grüne). „Wir haben hier eine ganze Masse Leute wohnen, die in der Metropole arbeiten. Die können jetzt besser auch im Homeoffice arbeiten.“ Während des Glasfaserprojekts habe es immer wieder Bürger außerhalb des Ausbaugebiets gegeben, die dringend an schnellem Internet interessiert waren. Sie kämen nun zum Zuge. „Nicht nur die Gewerbetreibenden wird es freuen“, meint Bürgermeister Jürgen Schliekau (CDU). Ebstorfs Bürgermeister Heiko Senking (UWG) betont: „Wir haben nun die Chance, dass die Zukunftstechnologie auch zu uns kommt.“

Parallel zum Glasfaserprojekt des Landkreises hat auch die Deutsche Telekom Glasfaserkabel verlegt und wirbt damit auf Verteilerkästen. Lünecom-Sprecherin Theresa Gessert betont jedoch, dass bei dem Mitbewerber die letzten Meter zum Hausanschluss weiter aus Kupferkabel bestehen.

• Die ersten Informationsveranstaltungen finden am Montag, 10. Oktober, um 18.30 Uhr im Bevenser Kurhaus und am Freitag, 14. Oktober, um 18.30 Uhr im Unteren Krug in Ebstorf statt.

Auch interessant

Kommentare