Samtgemeinde, Klosterflecken und Kurstadt vermelden „überraschend“ gute Finanzen

Giftliste liegt auf Eis

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Bad Bevensen/Ebstorf. Es wird vorerst kein Streichkonzert bei Feuerwehren, Bibliotheken, Kindergärten, Grundschulen oder anderen Einrichtungen in Bevensen-Ebstorf geben.

Die Erstellung der Giftliste, die bis Jahresende von der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) vorliegen und die Finanzen von Klosterflecken Ebstorf, Stadt Bad Bevensen und Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf sanieren sollte, liegt auf Eis. Der Grund: Die Finanzen der drei Kommunen, die die KGSt gemeinsam engagiert hatten, sehen besser aus als gedacht. Das gaben Samtgemeindebürgermeister Hans-Jürgen Kammer, Ebstorfs Bürgermeister Uwe Beecken und sein Bad Bevenser Amtskollege Martin Feller nun bekannt.

Die Entspannung in den Gemeindekassen sei gleich auf mehrere zum Teil bereits getroffene und angekündigte Entscheidungen zurückzuführen.

So haben Bad Bevensen und Ebstorf in diesem Jahr unter anderem die Gewerbesteuern erhöht. Die Kurstadtpolitik gab zudem grünes Licht für höhere Grundsteuern und Kurbeiträge. Auch die Kindergartenbeiträge sind für Familien Bad Bevensens gestiegen und die Fremdenverkehrsabgabe wurde auf neue Füße gestellt – Entscheidungen, die dem Stadtrat Kritik einbrachte, aber laut dem stellvertretenden Kämmerer Gundolf Wernhardt das Konto der Kommune entlastete. „Im Moment sieht es so aus, als blieben die Planzahlen stabil“, wagt Wernhardt eine vorsichtige Prognose für den Haushalt 2014. Erst bei den vergangenen Haushaltsplanungen hatte die Stadt Bad Bevensen eine böse Überraschung erlebt.

Von Wiebke Brütt

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