Dr. Eckhard Krause verfasst Chronik zum Dorfleben

Geschichten aus Secklendorf

„Geschichte und Geschichten von, um, über und aus Secklendorf“, heißt die neue Chronik von Dr. Eckhard Krause. Das Foto zeigt eine Kreuzung in Secklendorf.
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„Geschichte und Geschichten von, um, über und aus Secklendorf“, heißt die neue Chronik von Dr. Eckhard Krause. Das Foto zeigt eine Kreuzung in Secklendorf.

Secklendorf – „Geschichte und Geschichten von, um, über und aus Secklendorf“ – hinter diesem Titel verbergen sich enorm viel Fakten, Quellenangaben, Fotos und textliche Zusammenfassungen. Verfasst hat sie Dr. Eckhard Krause, der seit 1972 in dem kleinen Ort lebt.

Unterstützung fand er vor allem vom Altbauern Heinrich Tipp. Das Buch hat er auch seinem verstorbenen Freund und Realvorsteher gewidmet.

Mit ihm machte er sich seit Anfang der 1990er Jahre auf Spurensuche. Eine monumentale Recherche begann. Stöbern in Archiven, Zeugnissen und Dokumenten. „Diesem Werk haben Sie nach meinen Erfahrungswerten etwa 13 Monate ihres Lebens gewidmet“, meinte der Drucker des Buches.

Dr. Eckhard Krause, Chronikverfasser.

Es ist 202 Seiten lang. „Seit 1992 habe ich konkret gesammelt, war in Archiven, habe andere Chroniken gelesen, in grundlegenden Werken über Klöster und mehr und schließlich im Heidewanderer der AZ nachgeforscht“, berichtet Eckhard Krause. „August Tipp, pensionierter Lehrer und Bruder des damaligen Bauern Heinrich Tipp, verfasste in den Dreißiger und Vierziger Jahren eine handschriftliche Chronik. Die eigentliche Dorfchronik war bei einem Hausbrand des damaligen Bürgermeisters Hermann Schulz verbrannt. Die Chronik von August Tipp nahm ich als Gerippe und habe dann dem Gerippe Fleisch hinzugefügt.“

Das Inhaltsverzeichnis weist 33 Punkte auf. Von den ersten urkundlichen Erwähnungen, über die Entwicklung der Höfe, dem Teufelsstein, das Dorf nach dem Zweiten Weltkrieg, Zeitzeugenberichten, Nachkriegszeit, Vereine, Siedlung, Feuerwehr, Lokalpolitik, Golfclub, Faslam, Jagdgenossenschaft, Adventsfeiern und mehr ist ausgiebig etwas zu lesen. Dazu Kartenausschnitte und viele Fotos.

„Für mich waren die Zeiten der Bauernbefreiung am interessantesten“, sieht es Krause im Rückblick. Also zu einer Zeit, Ende des 19. Jahrhunderts, als sich die Bauern aus allen herrschaftlichen Bindungen durch die Agrarreformen des 18. und 19. Jahrhunderts – aus persönlicher Unfreiheit – lösten.

Über Nachteile für Natur und Landschaftspflege, Landwirtschaft und bestehende Verkehrswege aufgrund des Baus der Elbe-Seitenkanals ist zu lesen, sowie über die entbehrungsreichen Zeiten in und nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Chronist Eckhard Krause geht auch der Frage nach, ob das Dorf Secklendorf das einstige Syggerstop ist, so wie es eine Urkunde im Kloster Medingen nahelegt – unterschrieben vom Abt Heinrich von Scharnebeck und Propst Nikolaus.

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