Stadt Bad Bevensen erarbeitet Gesellschafterstrukturen bei Erdwärmenutzung

Geothermie: Rechtliche Beratung

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Energie aus Erdwärme: Die Chancen Geothermie in Bevensen wirtschaftlich umzusetzen, stehen laut erster Ergebnisse der Machbarkeitsstudie gut. Während die Experten weiter Daten auswerten, arbeitet die Stadt an möglichen Gesellschafterstrukturen.

Bad Bevensen. Es scheint still geworden zu sein um das Projekt Geothermie der Kurstadt Bad Bevensen – doch der Eindruck täuscht. Während der zweite Teil der Machbarkeitsstudie läuft, rüstet sich die Stadt für die praktische Umsetzung.

„Anfang nächsten Jahres lässt sich die Stadt rechtlich beraten“, kündigt Stadtdirektor Hans-Jürgen Kammer an. Denn es gilt, eine Gesellschafterstruktur zu finden, über die die Nutzung der Erdwärme schließlich abgewickelt werden kann. Interne Arbeitsgruppen der Stadt werden sich intensiv mit unterschiedlichen Modellen auseinandersetzen. Parallel dazu sollen Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten des Millionenprojekts geprüft werden. „Wir werden versuchen, unsere politischen Kontakte zu nutzen, um weiter auf die Bedeutung des Projekts aufmerksam zu machen“, sagt Kammer auf AZ-Nachfrage.

ereits im Sommer hatten Vertreter von Politik und Handel der Stadt beim Besuch von Wirtschaftsminister Olaf Lies das Thema auf das Tapet gebracht. Lies hatte daraufhin öffentlich die Wichtigkeit der Förderung von erneuerbaren Energien betont. Ein weiterer Punkt, der Stadtdirektor Hans-Jürgen Kammer und Bürgermeister Martin Feller auf Unterstützung hoffen lässt: Das Land Niedersachsen hatte die rund 200 000 Euro teure Machbarkeitsstudie zur Geothermie in Bad Bevensen finanziell gefördert und dadurch die Bedeutung des Projekts unterstrichen. Der erste Teil der Machbarkeitsstudie, die Professor Dr. Dieter Michalzik, Experte der GeoDienste GmbH in Garbsen, durchgeführt hat, ist abgeschlossen.

n dieser ersten Phase der Prüfung wurden die geologischen Gegebenheiten und seismographische Daten ausgewertet. Konkrete Ergebnisse über die Wirtschaftlichkeit von Geothermie in der Kurstadt erwarten Politik und Verwaltung Mitte 2014. Dann soll der zweite Teil der Studie abgeschlossen sein. Bevensen hofft durch die Nutzung von Erdwärme auf lange Sicht Energie einzusparen zu können – und das mit einer regenerativen und damit ökologisch verträglichen Energiequelle. Mehrere potenzielle Großabnehmer haben Interesse angemeldet: So wären, wie berichtet, die Diana-Klinik, das Herz- und Gefäßzentrum und auch die Jod-Sole-Therme mit von der Partie.

Von Wiebke Brütt

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