BfB fordert Kostenermittlung / Altenmedinger appelliert für parteiübergreifende Lösungen

Gemeinsam für die Skaterbahn

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Die Altenmedinger haben vergangenes Jahr eine Skateanlage eingeweiht.

Bad Bevensen/Altenmedingen. Die einen haben sie, die anderen wollen sie: eine Skaterbahn.

Während in Altenmedingen vergangenes Jahr eine solche Sportanlage für Jugendliche eingeweiht wurde, bastelt die Kurstadtpolitik noch an einem Konzept, um dem Wunsch des Jugendparlaments, dessen Vertreter sich seit Jahren eine Skaterbahn wünschen, nachzukommen. Die neuste Entwicklung: Die Fraktion Bürger für Bad Bevensen (BfB) fordert per Antrag, dass die Stadtverwaltung die Kosten für eine Skaterbahn und alternativ für eine BMX-Bahn und eine Kombination aus beidem ermittelt.

Bisher waren die Jugendparlamentarier mit ihren Ideen zur Skaterbahn gescheitert: Eine Umsetzung an ihrem Wunschstandort – an der Fritz-Reuter-Schule – platzte jüngst wegen des Schulträgers, also wegen Landkreises Uelzen.

Die BfB hofft mit ihrem Antrag auf Kostenermittlung, den Bau der Bahn anzuschieben. „Wir werden danach einen konkreten Finanzierungsvorschlag unterbreiten“, sagt BfB-Fraktionsvorsitzende Brigitte-Susanne Hendel-Andabaka. In anderen Gemeinden seien ähnliche Bauvorhaben mit 30 000 bis 50 000 Euro umgesetzt worden.

Einer, der es wissen muss, ist Horst Bichinger. Denn er ist Ratsherr (SPD) in Altenmedingen. Vor drei Monaten wurde die dortige Skaterbahn eingeweiht, rund 20 Monate habe die vorherige Planung gedauert. „Wenn alle an einem Strang ziehen, kann man so etwas auch umsetzen“, sagt er und appelliert an die Kurstadtpolitik, das Engagement der Jugendlichen anzuerkennen und parteiübergreifend an Lösungen zu arbeiten. Die knappen Kassen und die Sparzwänge durch den Zukunftsvertrag, mit dem Bevenser Politiker gegen die Skaterbahn argumentiert hatten, lässt Bichinger, der auch im Samtgemeinderat Bevensen-Ebstorf sitzt, nicht gelten: „In einem gut aufgestellten Kurort, der in Niedersachsen im Ranking sehr gut da steht weil hier sehr viel getan wird, um aktuell zu sein und attraktiv zu bleiben, fehlen die Mittel und auch ein Standort für eine Skaterbahn! Das ausgerechnet der viel zitierte Zukunftsvertrag das verhindern könnte, ist ja irgendwie absurd, weil er ja dann den Kindern und Jugendlichen also der ,Generation Zukunft‘ das verwehrt, was Teil ihrer Gegenwart ist – in diesem Fall eben auch eine Skate-Anlage.“

Von Wiebke Brütt

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