Wirtschaftsministerium: Drei Millionen für Kurhaus-Neubau in Bad Bevensen

Geldregen aus Hannover

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Für das Kurhaus (hier eine Grafik aus der Planungsphase) soll es eine Förderung vom Land geben.

Bad Bevensen. Der Neubau des Kurhauses in Bad Bevensen soll mit drei Millionen Euro gefördert werden. So lautet eine Mitteilung des Wirtschaftsministeriums Hannover. Vorausgegangen war die zweite Projekt-Einplanungsrunde des Jahres.

In der Runde werden landesweit Förderungen eingeplant und beschlossen. Bad Bevenser Verwalter und Politiker waren gestern hocherfreut.

„Ich habe bis eben noch Kartoffeln sortiert“, sagte Bürgermeister Martin Feller, vom Nebenberuf Landwirt, etwas überrollt, als er von der Nachricht hörte. „Ich konnte mir zwar auch nicht vorstellen, dass das nicht passiert, aber nun fällt mir ein Stein vom Herzen“, meinte er. Denn ohne die Förderung hätte man „vor einem großen, großen Scherbenhaufen“ gestanden, meint Feller.

Und die Nachricht wird noch besser, wenn man sich die ursprünglichen Planungen ins Gedächtnis ruft: Im Frühjahr war man, erklärt Feller, noch von Baukosten von sechs Millionen Euro ausgegangen – davon eine Million Zuschuss vom Landkreis und zwei Millionen Euro Förderung vom Land, wenn man ein „Leuchtturm“-Kurhaus baut, also eines mit besonderem Vorbild-Charakter. Dann wurden die Kosten auf fünf Millionen gedeckelt, und die Maximalförderung erhöhte sich – auf drei Millionen Euro bei einem bewilligten Förderantrag. Der Zuschuss vom Landkreis bleibt. „Wir sind jetzt also von sechs Millionen Kosten, davon eine Million sicher und zwei Millionen erhofft, auf fünf Millionen Kosten und vier Millionen sicher“, fasst Feller die Rechnung zusammen. Die „Erwartungen sind voll erfüllt“, freut sich auch Roland Klewwe, der Leiter des Fachbereichs Bau. Er blickt auch zurück auf eine kontroverse Diskussion, bei der der Innovationscharakter des geplanten Kurhauses, das im Juni grob vorgestellt wurde, unter anderem bezweifelt wurde. Dennoch sei die Verwaltung optimistisch gewesen, dass die Förderung durchkäme.

Gefördert wird aus der „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Bis zum Sommer plante die Kurstadt noch, eine Förderung aus einem anderen Topf zu beantragen: Der „Europäische Fonds für Regionale Entwicklung“ (EFRE) stand zunächst auf dem Plan.

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