SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann sprach in Bad Bevensen Klartext zum Thema A 39

A 39: Am Geld wird’s nicht scheitern

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Hat der Bund sich für die A 39 entschieden, dann baut er sie auch – das stellte Kirsten Lühmann jetzt in Bad Bevensen fest.

Bad Bevensen. Es war ein Abend, der sich um zwei für Bad Bevensen wichtige Themen rankte – die Infoveranstaltung der SPD mit der Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann zum geplanten dritten Gleis zwischen Lüneburg und Uelzen sowie zur A 39.

Kirsten Lühmann

Während die Sozialdemokratin, wie berichtet, den Kurstädtern in Sachen drittes Gleis vor allem mit auf den Weg gab, sich aktiv an den in Kürze zu bildenden Planungsgruppen zu beteiligen, fand sie zur A 39 und auch zu deren Alternative, dem sogenannten 2+1-Ausbau der Bundesstraße 4, deutliche Worte. „Beides ist für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet und beides wird berechnet“, so Lühmann, „und die Variante mit einem Kosten-Nutzen-Faktor unter 1 fliegt raus.“ Ihrer Einschätzung nach werde wahrscheinlich die B-4-Ausbau-Variante schlechter abschneiden. „Ich hätte mir auch gewünscht, dass hier ein 2+2-Ausbau geprüft wird“, sagte die Bundestagsabgeordnete, die auch verkehrspolitische Sprecherin ihrer Fraktion in Berlin ist.

Eines stehe ebenfalls fest, betonte Kirsten Lühmann: „Die A 39 kann gar nicht in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans kommen.“ Grund dafür seien die zeitlichen Abläufe im laufenden Planungsverfahren. Aber: „Falls der Bund das Projekt als vordringlich sieht, dann wird es gebaut.“ Ob es im vordringlichen Bedarf stehe oder nicht, sei dann nicht relevant.

Damit der Autobahnverkehr im Falle einer Abschnittsbildung bei Bad Bevensen nicht durch die Kurstadt fließt, riet Lühmann zur Bürgerbeteiligung. Es habe sich auch in der Vergangenheit gezeigt, dass ein frühzeitiges Einschalten der Akteure vor Ort zu meist einvernehmlichen Lösungen geführt habe. Als ein Beispiel dafür führte sie eine veränderte Anordnung von Rastanlagen entlang der A 39 an, bei der sich die Orte Uelzen und Hohnstorf geeinigt hatten (AZ berichtete).

Und auch dem immer wieder ins Feld geführten Argument von Autobahngegnern, das Geld werde sowieso nicht vorhanden sein, bot die Bundestagsabgeordnete Paroli. „Mangelndes Geld wird die A 39 nicht zum Scheitern bringen.“ Entsprechende Erfahrungen, die das bekräftigten, habe sie in Berlin bereits sammeln können, so Lühmann.

Von Ines Bräutigam

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