Mediziner macht Vorschläge gegen drohenden Ärztemangel

Geld ist keine „Therapie“

+
Wolf-Peter Weinert arbeitet mit den Medizinischen Fachangestellten Sigrid Schulz und Corinna Liedloff (vorne) zusammen.

Bad Bevensen/Landkreis. Die Kreispolitik will einem drohenden Ärztemangel begegnen und baut dabei auf das Landes-Projekt „Gesundheitsregionen Niedersachsens“. Maßnahmen, die einen Ärztemangel verhindern, sollen finanziell unterstützt werden.

Das lässt den Bad Bevenser Mediziner Wolf-Peter Weinert aufhorchen: Er fände es falsch, wenn junge Ärzte mit finanziellen Anreizen aufs Land gelockt würden. Stattdessen sollte an anderen Stellschrauben gedreht werden, damit sich junge Ärzte gerne in der Fläche niederlassen, so Weinert. Wer als Hausarzt beginne, habe sich durch ein Wust von Bestimmungen zu kämpfen, was und wieviel an Medizin und Therapien verschrieben werden dürfe. Bei Verstößen drohten Regressforderungen. Für fünf Jahre sollten neue Hausärzte von solchen Regressforderungen befreit werden, schlägt Weinert vor. So könnten sie sich in Ruhe in die Materie einfuchsen. Das Gleiche gelte für die Abrechnungen, hier sollten zunächst Pauschalbeträge an Ärzte gezahlt werden, anstatt, dass sie mit Abrechnungen belastet werden. Weinert sieht aber vor allem Gemeinschaftspraxen als wirkungsvolle „Medizin“ für einen Ärztemangel an.

Der komplette Artikel steht heute in der gedruckten und in der digitalen Ausgabe der AZ.

Medizin kurios: Bei diesen Patienten staunt sogar der Arzt

Medizin kurios: Bei diesen Patienten staunt sogar der Arzt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare