Polizei-Einsatz Mittwochmorgen in Bevensen

Geld aus Automaten für den Lebensunterhalt

Bad Bevensen/Lüneburg – In Bad Bevensen soll die Bande Mitte März am Gleis 1 des Bahnhofs zugeschlagen haben. Zu nachtschlafender Zeit ist ein lauter Knall in der Kurstadt zu hören. Ein Fahrkartenautomat ist gesprengt worden.

Ein Zeuge berichtet später, er habe einen weißen VW-Bus davonrasen sehen.

Bundes- und Landespolizei haben eine Gruppe von Männern ermittelt, die für diese und ähnliche Taten im Zeitraum von Dezember bis April verantwortlich sein sollen. Am Mittwoch sind Wohnungen durchsucht worden, darunter auch in Bad Bevensen. Es hat Festnahmen in Lüneburg und Winsen gegeben.

Wie die Polizei mitteilt, sollen es die Täter auf die Geldkassetten der Automaten abgesehen haben. Mit der Beute wollten sie „ihren Lebensunterhalt finanzieren.“ Auch Parkschein- und Zigarettenautomaten hätten sie aufgebrochen, so die Ermittler weiter.

Der Bande wird auch ein spektakulärer Einbruch in einen Lüneburger Baumarkt zugeschrieben. Mit einem Audi durchbrachen Täter in der Nacht zum 6. April an der Straße „Auf den Blöcken“ die Eingangstür und fuhren durch den gesamten Markt. Der Wagen wurde später mit roter Farbe bespritzt im Lüneburger Stadtteil Kaltenmoor gefunden. Allein in diesem Fall wurde der Schaden auf mehr als 50 000 Euro beziffert. Automaten für Bahnkarten, wie sie gesprengt wurden, kosten jeweils in der Anschaffung gut 30 000 Euro, erklärt Björn Pamperin, Sprecher der Uelzener Eisenbahngesellschaft Metronom, auf AZ-Anfrage.

Seit Februar hatten die Landespolizei und die Bundespolizei, die für Bahnhöfe zuständig ist, ihre Ermittlungen zu den Taten gebündelt. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Lüneburg ist es dann zu dem Schlag gegen die mutmaßlichen Täter gekommen. nre

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare