Prof. Georg Meyer warnt vor Weichmacher Bisphenol A in Zahnfüllungen

Kunststofffüllungen: Gefahr im Mund

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(Symbolfoto)

Natendorf. Bloß kein Amalgam! Seit Jahren setzen Zahnärzte und Patienten in Deutschland auf Kunststofffüllungen, weil die Metalllegierung Quecksilber enthält.

Professor Georg Meyer

In etwa 70 Prozent der Fälle wird Kunststoff verarbeitet, obwohl die Patienten dafür zuzahlen müssen, weiß Prof. Georg Meyer aus Nienbüttel bei Natendorf. Doch der formbare Lückenbüßer, der unter UV-Licht gehärtet wird, könnte unerwünschte Nebenwirkungen haben, warnt der Mediziner, der das Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Greifswald leitet. Denn Polymethylmethacrylate, so die wissenschaftliche Bezeichnung, enthalten den Weichmacher Bisphenol A.

Für eine noch nicht veröffentlichte Studie ließ der 65-Jährige ein typisches Produkt, das in den Praxen tagtäglich eingesetzt wird, analysieren. „Wir waren völlig überrascht, dass nach der Härtung dreimal soviel Bisphenol A freigesetzt wird wie im flüssigen Zustand“, berichtet Meyer der AZ. Der Stoff, der seit 2011 EU-weit in Babynuckelflaschen verboten ist, steht im Verdacht, hormonell zu wirken und die Fruchtbarkeit zu schädigen.

Mäuse, die Kunststoffgranulat mit Weichmacher fraßen, bekamen nur halb soviel Nachkommen wie normale Tiere. Die hormonelle Wirkung geringster Dosis bestätigte ein weiterer Versuch mit Ratten. [...]

Von Gerhard Sternitzke

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