Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf will vorerst die Hortbetreuung forcieren

Ganztagsschule ausgebremst

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Mittagessen in einer Ganztagsschule: Die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf legt die Umwandlung ihrer Grundschulen vorerst auf Eis und will zunächst eine Hortbetreuung schaffen.

Bad Bevensen/Ebstorf. Die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf tritt bei der Umwandlung ihrer Grundschulen in Bad Bevensen, Ebstorf, Himbergen und Wriedel auf die Bremse: Nachdem der Bund laut Koalitionsvertrag angekündigt hat, bis zum Jahr 2025 für alle Kinder im Grundschulalter den Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung erfüllen zu wollen, will die Samtgemeindepolitik nun erst einmal abwarten, bis das Gesetz steht.

Derweil soll in Bevensen-Ebstorf die Schaffung von Betreuungsmöglichkeiten in Horten forciert werden.

Insgesamt hatte die Samtgemeinde als Schulträger mit Kosten von bis zu 20 Millionen Euro kalkuliert, um an all ihren Grundschulen – außer Altenmedingen, wo es bereits die Ganztagsschule gibt – den Ganztagsbetrieb einzuführen. Samtgemeindebürgermeister Hans-Jürgen Kammer hat zu dem finanziellen Aufwand jedoch eine klare Meinung: „Nach meiner Auffassung ist das zu viel, das kann die Samtgemeinde nicht leisten.“

Für Investitionen in Ganztagsschulangebote will der Bund insgesamt zwei Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Inwieweit die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf davon profitieren kann, soll jetzt geprüft werden. Es gibt allerdings noch einen Grund, warum die Politik sich in Richtung Hortbetreuung orientiert: Ein Ganztagsschulangebot decke nicht die Erwartungen der Eltern an eine durchgängige nachschulische Betreuung, hat die SPD-Fraktion im Samtgemeinderat in Erfahrung gebracht. Bedarfsabfragen bei Eltern hätten entsprechend mäßigen Rücklauf ergeben.

Von Ines Bräutigam

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