Bad Bevensen verzeichnet im November enormen Zuwachs an Urlaubern und Übernachtungen

Gäste-Boom durch neue Therme

+
Darauf haben viele offensichtlich gewartet – Baden in den Champagnersprudeln der neu gestalteten Jod-Sole-Therme.

Bad Bevensen. Es ist offensichtlich die Neugier, die der Bevenser Kurgesellschaft im November noch einmal ein dickes Plus in der Urlauber-Statistik beschert hat – die Neugier der Gäste nämlich auf die umgebaute Jod-Sole-Therme.

Zumindest erklärt sich Uwe Winter, Geschäftsführer der Kur GmbH, so die 3779 Urlauber, die allein im November dieses Jahres den Weg in die Kurstadt fanden – 31,4 Prozent mehr als es im Vorjahresmonat waren.

Auch die Übernachtungen im vergangenen Monat sind im Vergleich zum November 2010 um mehr als 18 Prozent angestiegen. So gute November-Zahlen habe es seit mehreren Jahren nicht mehr gegeben, freut sich Winter. „Und für den Dezember“, sagt er, „zeichnet sich schon ähnliches ab.“

Die Gäste- und Übernachtungsstatistik von Januar bis November 2011 bewertet Uwe Winter als „durchaus sehr positiv“. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden von Januar bis November dieses Jahres rund 7 Prozent mehr Gäste in Bad Bevensen begrüßt, die Übernachtungen gingen ganz leicht zurück um 0,58 Prozent. Ordentlich zugelegt haben die Thermeplus-Gastgeber, die ihren Gästen ein Angebot schnüren, in dem die kostenlose Nutzung des Thermalbades enthalten ist.

Die Statistik weist außerdem eines deutlich aus: Der Trend zum Kurzurlaub hält weiter an. Durchschnittlich bleiben Gäste der Kurstadt 3,91 Tage, wenn sie in Hotels wohnen, und 7,14 Tage, wenn sie sich Ferienwohnungen mieten. „Die Leute betrachten Bad Bevensen als Zweiturlaubsort“, interpretiert Uwe Winter, „und das müssen wir akzeptieren. Das ist ein allgemeiner Trend, den wir nicht umkehren werden.“

Das Gebot der Stunde laute deshalb – wie übrigens seit Jahren schon – neue Gäste zu gewinnen. Und dazu gehört unter anderem, ein zeitgemäßes und modernes Angebot vorzuhalten. Vor allem bei den privaten Vermietern von Ferienwohnungen sei da noch Potenzial, das es auszuschöpfen gilt, meint Winter. „Es muss ja nichts Supermodernes sein“, stellt er klar, „aber zeitgemäß. Die Leute erwarten heutzutage einfach gewisse moderne Standards – nicht zuletzt aufgrund ihrer Reiseerfahrenheit.“

Ein kleines Wunder hält die bisherige Jahresbilanz auch schon bereit: Wegen des Umbaus der Therme hatte die Kurgesellschaft eigentlich einen deutlichen Einbruch der Besucherzahlen befürchtet. „Wir hatten im schlimmsten Fall mit bis zu 20 Prozent weniger gerechnet“, sagt Uwe Winter. Doch die Sorge war unbegründet: Im Vergleich zum Vorjahr gibt es von Januar bis November bereits ein Plus von rund 13 000 Thermen-besuchern. „Und in diesem Monat sind es bis jetzt schon doppelt so viele wie im Dezember 2010“, verrät der Geschäftsführer der Kur GmbH. Für ihn sprechen auch diese Zahlen eine deutliche Sprache: „Die Modernisierung der Therme war eine richtige Entscheidung und dringend nötig; die Gäste nehmen das an.“ Allein im Spa & Vital Center wurden im Vergleich zum Vorjahr weniger Anwendungen verkauft. Vor allem Gutscheine für Massagen oder andere Behandlungen sind hier sehr gefragt. Allerdings geht hier offensichtlich der Trend zum Sparen, sagt Uwe Winter. „Die Leute geben weniger Geld pro Gutschein aus.“

Von Ines Bräutigam

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare