Fürs Leben lernen ist das Ziel

+
Bei einem Tag der offenen Tür hatten Interessierte bereits Gelegenheit, sich über das Konzept der geplanten Ilmenauschule in Bad Bevensen zu informieren.

Bad Bevensen - Von Ines Bräutigam. Der Förderverein Ilmenauschule e.V. plant zum Schuljahresbeginn 2011 in Bad Bevensen die Eröffnung einer Privatschule. „Die Ilmenauschule zeichnet sich durch das besondere Konzept des gesunden Lernens aus“, erklärt Sigrid Niemann, 1. Vorsitzende des Vereins. „Eine individuelle Beschulung und Förderung soll den Kindern in geringer Klassenstärke ermöglicht werden.“ Als Standort hat sich der Verein, wie berichtet, das Schulungsgebäude der ehemaligen Diabetes-Klinik am Klaubusch ausgeguckt.

Viele Eltern der Region wünschten sich für ihre Kinder lebensnotwendige Lerninhalte, strukturierte Lernmethoden, eine gesundheitsbewusste und wertorientierte Lernumgebung. Für die Realisierung dieses Projektes ist der gemeinnützig anerkannte Verein auf Unterstützung angewiesen. „Über eine Spende für Bücher, Inventar, Außenspielgeräte, Turngeräte und die Instandsetzung beziehungswise Erweiterung des Schulgebäudes würden wir uns sehr freuen“, so Niemann.

Die Bevenser Ilmenauschule soll als staatlich genehmigte Ersatzschule geführt werden, zunächst in den Schuljahrgängen 1 bis 5 mit fortlaufender Erweiterung bis zum Abitur. Ab Klasse 5 wird gymnasial unterrichtet, sie ist aber auch offen für potenzielle Realschüler. Die Klassenstärke ist auf 15 Schüler festgelegt.

Der pädagogische Ansatz sieht eine ganzheitliche Gesundheitsorientierung über Gesundheitserziehung vor, die Einbeziehung christlicher und gesellschaftsnotwendiger Werte sowie „Lerninhalte aus der Lebenswirklichkeit“ in Projektform wie Englischunterricht ab der 1. Klasse oder verstärkte Berücksichtigung wirtschaftlicher Inhalte im Unterricht und Einführung in die Computerarbeit. Schüler mit Konzentrationsschwächen sollen integriert werden.

Den Schülern soll mit dem Konzept ein werteorientierter Umgang mit sich selbst, ihren Mitmenschen und der Umwelt vermittelt werden. Weitere Ziele sind der Abbau von Leistungsdruck und Ängsten, der Aufbau einer gesundheitsbewussten Lebensbewältigungskompetenz sowie der Abbau von Aggressionen und Hyperaktivität.

Der Unterricht soll nicht in 45-Minuten-Stunden stattfinden. Stattdessen gibt es individuelle Förder- und Fordermöglicheiten, individuelle Entspannungs- und Bewegungsphasen werden eingeschoben und kleine Lerngruppen mit festen Bezugspersonen angestrebt. Die Schule soll außerdem offen sein für Unterrichtshospitationen von Eltern.

Die Bevenser Ilmenauschule soll offen für alle schulpflichtigen Kinder sein, die Eltern müssen dabei eine kritische entwicklungsfördernde Zusammenarbeit mit der Schule mitbringen. Für den Besuch der Schule wird ein Schulgeld erhoben. „Wir möchten das Schulgeld so gering wie möglich halten, um jedem Schüler unabhängig seiner sozialen Herkunft die Chance zu eröffnen, die Vorteile dieser besonderen Schule zu genießen“, heißt es in einem Info-Faltblatt des Fördervereins. „Wir planen gerade keine Eliteschule für Familien mit finanziellen Vorteilen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare