Gemeinde Barum rechnet mit 30 000 Euro Etat-Überschuss / Kindergarten einer der größten Posten

„Für dieses Jahr sieht es gut aus...“

Gute Aussichten: Der Kindergarten in Barum ist zwar einer der größten Haushaltsposten für die Gemeinde. Aber er ist es jedes Jahr aufs Neue wert, sind sich die Ratsmitglieder einig. Foto: Ph. Schulze

Barum. „Wir sind gut durch das Jahr 2011 gekommen“, stellte Barums Bürgermeister Hermann Kalinowski (SPD) fest, „und für dieses Jahr sieht es auch ganz gut aus.

“ Erhöhte Schlüsselzuweisungen machen’s möglich, erklärte Samtgemeinde-Kämmerer Gundolf Wernhardt, dass die Barumer in diesem Jahr mit einem Etat-Überschuss von rund 30 000 Euro rechnen dürfen. Und so hatte der Gemeinderat denn auch wenig Diskussionsbedarf über den Haushaltsplan-Entwurf, der am Mittwochabend einstimmig verabschiedet wurde.

Die großen Investitionen lassen sich an einer Hand abzählen: 20 000 Euro werden in die Unterhaltung von Straßen fließen – im Vergleich zum Vorjahr wurde hier der Haushaltsansatz verdoppelt. Weitere 10 000 Euro wird die Gemeinde einmalig an den MTV Barum zahlen und damit den Bau des Vereinsheims unterstützen. 2500 Euro sind schließlich für die so genannte Ertüchtigung des Lindenbergs vorgesehen; Spielgeräte und Fläche sollen hier auf Vordermann gebracht werden.

• Der DRK-Kindergarten wird die Gemeinde Barum in diesem Jahr ebenfalls wieder finanziell fordern: Voraussichtlich 56 730 Euro wird der Zuschussbedarf für die Betreuungseinrichtung in diesem Jahr betragen, die insgesamt mit mehr als 104 000 Euro zu Buche schlägt. Aber Hermann Kalinowski betonte, dass es sich hier um „gut angelegtes Geld“ handele. „Ich bin heilfroh“, sagte er, „dass wir den Kindergarten hier haben.“ Seine Ratskollegen bestätigten mit einem einstimmigen Votum für den Wirtschaftsplan des DRK-Kindergartens, dass sie das genauso sehen.

• Auch an der Erneuerung der Radwegebeschilderung im Landkreis Uelzen, einem Leader-Projekt, wird sich die Gemeinde Barum beteiligen. Mit etwa 500 Euro wäre sie dabei, wenn es bei der bislang vorgesehen Verteilung 75 Prozent Leader-Mittel/25 Prozent Kommunen bliebe. Möglich, und das muss noch auf Samtgemeindeebene entschieden werden, ist aber auch eine andere Beteiligung der Kommunen. Nämlich die nach Anzahl der Einwohner, für die pro Kopf 50 Cent zu dem Beschilderungsprojekt beigesteuert werden müssten. Zumindest die Barumer würden damit günstiger fahren: Bei rund 800 Einwohnern kämen dann etwa 400 Euro dabei heraus. Der Rat gab so oder so grünes Licht für die Beteiligung an dem Leader-Projekt.

• Das Raumordnungsverfahren für die bei Eppensen geplante Bodenabbaufläche (AZ berichtete) ist nunmehr abgeschlossen, so dass mit dem Abbau begonnen werden kann. Die Unterlagen zum Verfahren liegen vom 19. März bis 19. April im Gemeindebüro in Barum und in den Infokästen der Gemeinde aus.

Wichtig sei die Feststellung, dass die Sand-Lkws nur über die Kreisstraßen ab- und anfahren dürfen und nicht durch den Ort, betonte Ratsherr Gerd-Ullrich Krug (CDU). Und wer sich nicht daran halte, müsse auch mit Konsequenzen rechnen, ergänzte Hermann Kalinowski. „Wir werden sicher nicht jeden an den Ohren kriegen, aber falls es da Auffälligkeiten gibt, sollten die der Gemeinde gemeldet werden“, appellierte der Bürgermeister.

Von Ines Bräutigam

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