Polizei ermittelt nach Feuer in Bad Bevensen zu Herkunft eines Bretts

Führt eine Holzbohle zu den Tätern?

+

Bad Bevensen. Sie gehen „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ von Brandstiftung aus.

Doch die Ermittler können nach dem Schwelbrand und Vandalismus in dem leer stehenden Intermarché-Markt im Bad Bevenser Gewerbegebiet Kurze Bülten auch eine technische Ursache für das Feuer noch immer nicht abschließend ausschließen. Möglicherweise könnte jetzt aber eine Holzbohle Licht ins Dunkel bringen und Aufschluss darüber geben, was genau in der Nacht zum 13. Dezember in jenem Gebäude geschah, das im kommenden Jahr als Flüchtlingsnotunterkunft genutzt werden soll.

Die Polizei nämlich versucht zurzeit, die Herkunft eines etwa 2,20 Meter langen, 15 Zentimeter breiten und 3,5 Zentimeter dicken Bretts – es handelt sich um eine ungehobelte Bohle – zu klären. Im Rahmen der Spurensicherung war das Holzstück am Tatort sichergestellt worden, erklärt Polizeisprecher Kai Richter.

Außerdem sucht die Polizei nach wie vor nach Zeugen, die in der besagten Nacht beziehungsweise an jenem Wochenende verdächtige Beobachtungen im Bereich des Gewerbegebiets Kurze Bülten oder überhaupt in Bad Bevensen gemacht haben. Hinweise werden unter Telefon (05 81) 93 00 entgegengenommen.

Unbekannte hatten nach ersten Erkenntnissen in dem einstigen Intermarché-Markt die Abflüsse verstopft, Wasserhähne aufgedreht und mutmaßlich im Obergeschoss des Gebäudes den Brand gelegt. Durch das Feuer und den Wasseraustritt entstand ein Sachschaden von mehreren zehntausend Euro.

Unterdessen haben sich gestern Abend in Bad Bevensen rund 150 Menschen zu einer Mahnwache zusammengefunden, um ein Zeichen zu setzen für Menschlichkeit, Toleranz und Integration. Der Initiative von Jusos und SPD hatten sich, wie berichtet, zahlreiche Organisationen angeschlossen.

Lesen Sie mehr dazu im E-Paper und in der Printausgabe der AZ.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare