Die Freiwilligen Feuerwehren der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf ziehen eine Zwischenbilanz ihrer Einsätze

Zwischen Großbränden und Wassermassen

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Einer der Einsätze, der Brandschützern und Einwohnern Bad Bevensens im Gedächtnis bleibt: Beim Brand im Bad Bevenser Parkhotel starb ein Kurgast.

Bad Bevensen/Ebstorf. Die Feuerwehren der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf werden in diesem Jahr besonders gefordert.

„Wir haben bereits jetzt im September 2013 das Einsatzaufkommen des ganzen Jahres 2012 erreicht“, resümiert Samtgemeindebürgermeister Hans-Jürgen Kammer während der vergangenen Gemeindekommandositzung. Grund für die Einsatzflut sei unter anderem das Wetter gewesen. Die beiden Starkregen-Tage Mitte August, die vor allem den Norden und Westen des Landkreises betroffen hatten, schlugen alleine mit 72 Einsätzen für die Rettungskräfte der 40 Freiwilligen Feuerwehren der Samtgemeinde zu Buche. Ein weiterer Einsatz, der den Brandschützern Besonderes abverlangte: Der Brand im Bad Bevensener Parkhotel im Mai diesen Jahres.

Insgesamt verzeichneten die Wehren in den Monaten Januar bis Mai zehn größere Brände im Bereich der Samtgemeinde. Die Einsatzbilanz der Wehren von Mai bis September präsentierte der Gemeindebrandmeister Wolfgang Ripke. Einer der ungewöhnlichsten Fälle: Die Ehrenamtlichen wurden zu einer Papagei-Rettung gerufen. Laut Statistik rückten die Kameraden zudem dreimal zu großen Scheunenbränden aus – am 11. Mai mussten sie in Niendorf löschen, am 2. August in Linden und am 13. September in Ebstorf. Außerdem wurden die Brandschützer aus Bevensen-Ebstorf zwischen Mai und September zu einem Wohnungsbrand, vier Zimmer- beziehungsweise Küchenbränden und Unwettereinsätzen gerufen. 17 mal wurden Keller ausgepumpt, 27 mal wurde Wasser weggeschafft, wo es nicht hingehörte, und 28 umgekippte oder gefährdete Bäume wurden beseitigt beziehungsweise gesichert. Neun Ölspuren streuten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren im Gebiet der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf ab. Zudem rückten sie zu fünf Flächen- oder Strohballenbränden aus.

Hinter dem sperrigen Punkt „technische Hilfeleistungen“, die in der Statistik mit 17 Einsätzen angegeben werden, verbergen sich Alarmierungen zu Verkehrsunfällen sowie Haus- und Wohnungstüröffnungen. Auch Fehlalarme wurden gezählt: 24 mal wurden die Wehren umsonst alarmiert.

Von Wiebke Brütt

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