„10 Sopranos” begeisterten Zuhörer im Bad Bevenser Kurhaussaal

Frauenpower hoch zehn

Ladys in red: Auch die Soloparts kamen gut an.

Bad Bevensen. „Thank you for the music“ – dieser ABBA-Welthit zum Schluss der Show der „10 Sopranos” im Kurhaussaal gesungen, riss das Publikum von den Stühlen und brodelnder Applaus und Jubelrufe zeugten vom „Danke für die Musik”.

Mit Sangeskunst, Choreographien, Lichteffekten, Entertainement, Charme und Esprit gewannen die zehn professionellen Sopranistinnen schnell die Gunst der Zuhörenden. Was die Damen im Alter von Mitte Zwanzig bis Anfang Vierzig auf der Bühne boten hatte durchschlagende Frauenpower und bot zudem einen ansehnlichen Augenschmaus: im ersten Programmteil mit tief ausgeschnittenen langen perlmuttfarbenen Abendkleidern mit Spaghettiträgern, im zweiten Teil mit tomatenroten Roben. Und die Musik: vielfältig im Stil und in der Darbietung. Vor allem die A-cappella-Stücke, die also nicht von den beiden Keyboardern und Schlagzeuger begleitet wurden, zeugten von hoher Sangeskunst, etwa beim Arrangement von Grönemeyers „Mambo“ oder dem Evergreen „Mr. Sandmann“.

Auch die Soloparts, von Steffi, Anja, Carolin und anderen Damen gesungen, zeugten von absoluter Qualität. Keine Hüstelei, kein Programmrascheln etwa beim ausdrucksvollen „Amazing Grace“, dass sich vom Solo übers Duo entwickelte, bis alle Sopranistinnen mitsangen und die Intensität des Liedes durch verschiedene Sätze, Steigerung in der Tonhöhe, Lautstärke immer mehr steigerten. Überhaupt die Musikgenres: Die reichten vom andachtsvollen „Ave maria“ aus einem Liederzyklus vom Frühromantiker Franz Schubert, über Musicalhits , etwa aus „My Fair Lady, Filmmusik, fetzigen, mitreißenden Popklassikern wie Rolling an the River/Proud Mary bis zum Abba-Medley und einer Eigenkomposition „Just Sing He Yo“.

„It‘s showtime! – Unterhaltung hoch zehn“ war das Konzert überschrieben. Genauso so war es auch, wie auch das Publikum sicht- und hörbar bekundete. Die letzte Zugabe gab als Sahnehäubchen dann den wirklichen Schluss in Form eines Kindernachtgebets: „Abends, wenn ich schlafen geh“ aus Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“.

Von Ute Bautsch-Ludolfs

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