Feuerwehreinsatz: Highlander-Nachwuchs ertrinkt fast in der Ilmenau

Kalb geht baden

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Emmendorf. Glück im Unglück hatte ein Kalb am Pfingstsonntag. Der wenige Stunden alte Nachwuchs der Highland-Rinder von Friedrich-Wilhelm Bartsch fiel in Emmendorf in die Ilmenau. Im etwa 80 Zentimeter tiefen Fluss hatte das noch etwas wackelige Neugeborene alle Mühe, sich auf den Beinen zu halten.

Kanu-Fahrer bemerkten das Tier, das im Wasser ums Leben kämpfte, und alarmierten die Feuerwehr. Als wenige Minuten später rund 30 Brandschützer der Freiwilligen Feuerwehren Emmendorf und Tätendorf-Eppensen eintrafen, hatte das Kalb das Schlimmste bereits geschafft: Mit allerletzter Kraft konnte sich das Tier selbst befreien und musste nur noch auf die sichere Weide, die durch einen Zaun von der Ilmenau abgetrennt ist, geführt werden. Durch den Elektrozaun, der die Rinder eigentlich von dem Wasser fernhalten soll, hatte sich der gerade einmal 30 Kilogramm schwere Winzling einfach durchgemogelt. So konnte auch das Muttertier nur hilflos aus der Ferne dem Treiben des Nachwuchses im Wasser zuschauen. „Highland-Rinder sind ja insgesamt nur halb so groß wie die Schwarz-Bunten. Dementsprechend aufgeregt war das Kalb dann im Wasser auch“, erklärt Besitzer Bartsch. „Es hatte einfach Angst – obwohl die Tiere eigentlich von Geburt an schwimmen können.“ Nicht einmal die Frage, ob das Kleine männlich oder weiblich ist, konnte bisher geklärt werden – noch sitzt der Schock bei dem Kalb zu tief. Eines ist aber klar: Das junge Tier wird nach dem Schutzpatron der Feuerwehr Florian oder Florentine getauft.

Von Wiebke Brütt

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