Bevenser Stadtoberhaupt will Samtgemeindebürgermeister werden

Feller legt Wert auf Transparenz

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Bevensens Bürgermeister Martin Feller hat bereits ein Zimmer im Rathaus. „Samtgemeindebürgermeister ist ein tolles Amt, wo man gestalten kann“, sagt der 55-Jährige. 

Bad Bevensen – Freud und Leid liegen manchmal dicht beieinander. Am Montag teilt WBB-Ratsfrau Linda Czerwinski mit, dass sie die Gruppe mit den Grünen im Bad Bevenser Stadtrat verlässt.

Bürgermeister Martin Feller verliert damit seine Ein-Stimmen-Mehrheit. Am Abend desselben Tages stellen die Grünen ihn als Kandidat für die Samtgemeindebürgermeister-Wahl in Bevensen-Ebstorf auf. Die Entscheidung fällt bei einer Enthaltung einstimmig aus.

Feller ist bereits seit 23 Jahren im Samtgemeinderat aktiv, insgesamt zwölf Jahre auch stellvertretender Samtgemeindebürgermeister. Nun strebt er das höchste Amt in Bevensen-Ebstorf an. „Samtgemeindebürgermeister ist ein tolles Amt, wo man gestalten kann“, sagt der 55-jährige Vater zweier Töchter. Hier könne man wichtige Anliegen realisieren.

So möchte der Biobauer und frühere Umweltaktivist, der auf seinem Hof Jugendliche betreut, die Stelle eines Klimaschutzmanagers einrichten. Dieser solle sich um umweltfreundliche kommunale Fahrzeuge, den Bürgerbus oder die Vernetzung des Radwegenetzes kümmern. „Wir müssen wegkommen von ständig neuen Großprojekten. Wir müssen die Infrastruktur erhalten“, ist der Kandidat überzeugt. Außerdem hält er es für sinnvoll, einen Verwaltungsstab für Großschadensereignisse einzurichten.

Auch im Samtgemeinderat wäre Feller, wenn er gewinnt, ohne Mehrheit. „Ich müsste versuchen, mit den Fraktionen zusammenzuarbeiten. Ich glaube, wenn man vernünftige Vorschläge macht, findet man seine Mehrheiten“, sagt der Politiker, der auch stellvertretender Fraktionsvorsitzender Grünen im Kreistag ist.

Wichtig ist ihm Transparenz. Wie in der Kurstadt möchte er Bürger frühzeitig in Form von Bürgerinformationen einbinden und die Gelegenheit geben, in Form von Sofagesprächen ganz unkompliziert mit dem Bürgermeister ins Gespräch zu kommen.

Feller ist kein Verwaltungsprofi, aber er legt Wert darauf, dass er sich in seiner langen Ratsarbeit und als ehrenamtlicher Bürgermeister intensiv ins Verwaltungshandeln eingearbeitet hat. „Es gibt einen Rückhalt in der Verwaltung, dass man gut zusammenarbeiten kann“, ist Feller überzeugt. So sei er bei allen wichtigen Entscheidungen wie der Entschuldung, dem Feuerwehrbedarfsplan oder der Ganztagsschule beteiligt gewesen.

Für ihn geht es um ein politisches Amt: „Es ist wichtig, dass der Samtgemeindebürgermeister sich in der Politik auskennt und engagiert.“

VON GERHARD STERNITZKE

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