„Gut, richtig und wichtig“

Feierstunde zum Jubiläum der Arbeiterwohlfahrt in Bad Bevensen

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Viele Informationen rund um die Awo und ihre Entwicklung umrahmten die Jubiläumsfeier.

Bad Bevensen – 100 Jahre Arbeiterwohlfahrt, 30 Jahre Awo Bad Bevensen im Gemeindehaus, zwölf Jahre Awo-Treff im Krummen Arm. 

Zuzüglich 100 Jahren Frauenwahlrecht „sind das Gründe zum Feiern“, leitete die 1. Vorsitzende der Awo-Ortsgruppe Bevensen, Birgitt Sörnsen, das Jubiläumsfest am Sonntagnachmittag auf dem Kirchplatz ein.

Vorstandsmitglieder der Arbeiterwohlfahrt, Ortsverein Bad Bevensen, darunter auch Gründungsmitglied Roswitha Hoffschläger (2.v.l.).

Reden, Live-Musik mit „Lemontree“, Kaffee und Kuchen, Gespräche und ein Ausstellungspavillon mit Fotos und Texten zur Entwicklung der Awo sowie ein SPD-Stand prägten das Jubiläum. Sörnsen erinnerte an die Sozialdemokratin Maria Jucharz, Vorkämpferin für das Frauenwahlrecht und Gründerin der Awo. „Das Ziel war damals, 1919, die diskriminierende Wohlfahrtspflege des Kaiserreichs durch Selbsthilfe und Solidarität abzulösen“, schilderte sie. 1987 gründete sich der Ortsverein in Bad Bevensen unter Leitung von Gudrun Engellien, „um im Kreis-Altenheim tägliche Besuche zu organisieren und krebskranke Menschen ehrenamtlich zu betreuen“.

Heute hat die Awo in Bad Bevensen viele Mitglieder, das jüngste ist 22, das älteste 97 Jahre alt. „Aufgabe unseres Ortsvereins ist es, sozial tätig zu sein und soziale Verantwortung zu übernehmen“, betonte Sörnsen. Wichtig sei auch ein attraktives Programm. Im Gemeindehaus bietet die Awo seit 30 Jahren donnerstags ein Mittagessen und Gruppentreffen an. Sozialer Stützpunkt ist seit dem 1. September 2017 der Awo-Treff im Krummen Arm. „Unsere Bemühungen zielen darauf ab, der sozialen Verantwortung gerecht zu werden. Unser Gewissen verpflichtet uns zu helfen, damit Menschen ihr Leben eigenständig und in Würde leben können.“ Basis seien die ehrenamtlichen Helfer.

Kirsten Lühmann: „Es ist gut zu helfen.“

Pastor Hermann-Georg Meyer betonte, dass man Hand in Hand zusammen mit der Stadt sichtbar in der sorgenden Gemeinschaft arbeite. Bürgermeister Martin Feller hob vor allem die Awo-Mitarbeit im Inklusionsbeirat hervor. Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann lobte die Awo als selbstverständliche Gemeinschaft, in der alle ihren Platz haben. „Menschen in Not – in die sie aus verschiedenen Gründen geraten sind – zu helfen, ist gut, richtig und wichtig“, betonte die SPD-Politikerin.

VON UTE BAUTSCH-LUDOLFS

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